Pouva Start -- Verschlussreparatur

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Pouva Start -- Verschlussreparatur

      Die Pouva Start war in den 1950er und 1960er Jahren die Anfängerkamera für Kinder in der DDR mit deinem Duplar als Optik. Pouva Start.jpg
      Es gab auch lizenzierte Versionen, die in anderen Ländern hergestellt wurden, so die P56 in der BRD, die ein Triplett verwendet. Die gezeigte Kamera ist aus den 1960er Jahren.
      Pouva Start Verschluss, offen.jpg
      Bei drei der von mir erworbenen Kameras funktionierte der Verschluss nicht richtig.
      Um heranzukommen, löst man die beiden Schrauben neben dem Objektiv.
      Im Innenteil sieht man die Muttern (nicht auf dem Bild).
      Hier das Innenteil mit den Löchern für die Schrauben nach dem Öffnen:
      Pouva Start, innen.jpg
      Hier die vordere Linse mit den Stellhebeln für Blende und Belichtungszeit:
      Vordere Linse mit Hebel.jpg

      Nun zum Verschluss:
      Bei meinen Kameras gab es zwei Arten von Fehlern:
      1. Feder (1) ausgehangen.
      2. Nieten (2), (3) nicht mehr auf Anschlag eingedrückt. ((3) ist für die Blitzsynchronisation, relativ unkritisch)
      Pouva Start Verschluss, zu.jpg

      Die Feder lässt sich mit einer Pinzette leicht einhängen.
      Der Fehler mit der Niete (keine Schraube) ist nicht so leicht zu erkennen. Wenn sie sich lockert, funktioniert der Verschluss unsicher, mal geht es, mal öffnet oder schließt der Verschluss nicht richtig.
      Die Niete sitzt relativ straff, ich habe sie lediglich wieder bis zum Anschlag eingedrückt, dann war alles wieder OK.

      Beim Zusammenschrauben muss man gegebenenfalls auf Unterlegscheiben achten, wenn beim konkreten Modell welche da sind.
      Der Hebel für den Verschluss muss an der richtigen Stelle sitzen, sodass er in den Hebel auf der Verschlussseite greift.

      Die Muttern lassen sich am besten mit einem entsprechenden Schlüssel anbringen, ich habe sie aber lediglich auf einen Finger gelegt und im Innenraum an das Loch gepresst.
      Die Reparatur ist einfach und auch relative Grobmotoriker kommen zurecht.

      Wenn die Kamera einmal geöffnet ist, kann man bei Bedarf die Linsen reinigen.
      Die vordere ist einfach.
      Die hintere kann man herausschrauben, das habe ich aber nur bei einer gemacht, die sehr verdreckt war.
      Man kommt auch von der Vorderseite an die Linse, wenn man den Verschluss öffnet.