Frage zu >Negativ-/Positiventwicklung

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    • Frage zu >Negativ-/Positiventwicklung

      Hallo zusammen,

      erstmal zu den "Vorraussetzungen":
      -vor meiner Kamera befindet sich immer ein Gelbfilter, zur Steigerung des Kontrastes und zum Schutz der Linse.
      -Ich benutze den "neuen" APX 100 und bade den Film in Rodinal 1+100 für eine Stunde (jaja, Standentwicklung, ich weiß)
      -Mein Papier ist glänzendes Foma Multicontrast Papier.
      -Papierentwickler ist Paterson Acugrad, 1+14 verdünnt.
      -Der Vergrößerer ist ein Dunco Modell-II mit Kondensor und Opallampe

      Jetzt hab ich grad mal rumprobiert und entdeckt, dass mir die Abzüge, die ich mit Gradationsfilter 4, von Ilford, mache, am besten gefallen. Vorher hab ich keinen Filter benutzt und die Negative immer einfach so abgezogen. Das müsste, glaube ich, Gradation 3 entsprechen.
      Ist es möglich, dass ich die Negativentwicklung etwas verändere, um die Negative ohne Filter abziehen zu können und trotzdem vergleichbare Ergebnisse wie mit dem Filter davor erhalte?
      Muss vielleicht die Entwicklung etwas verkürzt werden ? Ich würde mal vielleicht 45 Minuten ausprobieren oder so etwas in dem Bereich. Oder müsste länger entwickelt werden?
      Grundsätzlich kann ich auch einfach den Filter davor halten, aber da ich für den Vergrößerer noch keine Vorrichtung habe, um den Filter einzuschwenken, ist das mit den Probestreifen immer recht schwierig, da ich 3 Sachen gleichzeitig machen müsste. Oder gibts da irgendwas zum Nachrüsten ?

      Vielen Dank !
      Christian
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    • Christian Thiele schrieb:

      Grundsätzlich kann ich auch einfach den Filter davor halten, aber da ich für den Vergrößerer noch keine Vorrichtung habe, um den Filter einzuschwenken, ist das mit den Probestreifen immer recht schwierig, da ich 3 Sachen gleichzeitig machen müsste. Oder gibts da irgendwas zum Nachrüsten ?
      Hallo,

      grundsätzlich haben alle Vergrößerer ja die Möglichkeit, einen Rotfilter vor das Objektiv zu schieben, um bei bereits eingelegtem Papier noch einmal zu prüfen, ob alles richtig sitzt.
      Wenn der Halter vorhanden ist, einfach den Rotfilter ausbauen und durch einen entsprechenden Geletinefilter ersetzen.

      Das hat aber nichts mit der AUFNAHME zu tun. Hier bewirkt ein Filter z.B. einen klräftigeren Himmel (bei orange, gelb oder rot) oder helleres Blattgrün bei einem Grünfilter. Das hat mit der Arbeit in der Dunkelkammer nichts gemein, hier wird die Gradationskurve des Films verändert, in der Duke machst Du mir den Filtern nur härtere oder weichere Abzüge (bei Gadationswandelpapier, versteht sich).

      Gruß
      Winfried
      Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es RTL
    • Hallo Christian, Winfrieds Antwort möchte ich noch hinzufügen, dass du viele Möglichkeiten beim Vergrößern verschenkst, wenn du ohne Filter arbeitest. Gerade der Einsatz verschiedener Gradationswandelfilter von 00 bis 5 macht den Unterschied zum Drogeriebild. Außer dem ausgebauten Rotfilter gibt es übrigens noch andere Möglichkeiten Filter unter das Vergrößerungsobjektiv zu bekommen; das richtet sich nach dem jeweiligen Gerätetyp. Kaiser hatte z.B. einen ganz hervorragenden Filterhalter, den ich an Durst Geräte adaptiert habe. Frdl. Gr. !Michael
    • Das mit dem Rotfilter stimmt, allerdings hat mein Dunco Vergrößerer einen eingebauten Rotfilter. Der sitzt nicht unten, also außen, vor dem Objektiv, sondern oben, innen. Vielleicht fällt mir dazu aber auch noch was ein.
      Kann ich denn den Film so entwickeln, dass er eine härtere Gradation hat ? Oder schlag ich da Brücken, wo gar keine sind ?

      Grundsätzlich hab ich das so gelernt, dass man durch das Filtern mit Gradationsfiltern fehlenden oder zu viel Kontrast des Negativs korrigieren kann, respektive auch gewisse Effekte, z.b. nur Schwarz-Weiß im Bild oder nur Grau, erzeugt.
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    • Lässt sich das Colormodul auch mit Kondensor benutzen oder ist das ausschliesslich für Kaltlicht ? Den Kondensor wollte ich nämlich behalten, da ich ausschließlich schwarz-weiß mache. Für Farbe steht notfalls noch ein Durst Gerät rum.
      Ich werd mal nach diesem Gradationswandelmodul gucken, zur Not klappts ja auch mit Filter vors Objektiv halten.
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    • Multigradepapier hat ohne Filter meist Gradation 2. Und der echte Fine-Art-Printer meint ja, dass man seine Negative so entwickeln sollte, dass man mit Gradation 2 vergrößern kann.
      Rodinal 1+100 kann relativ weich entwickeln. Vielleicht probierst Du mal, einen Film in 1+25 mit reichlich bemessener Zeit zu entwickeln. Kostet ja nur einen Film und etwas Rodinal...
    • Henning Hagedorn schrieb:

      Multigradepapier hat ohne Filter meist Gradation 2. Und der echte Fine-Art-Printer meint ja, dass man seine Negative so entwickeln sollte, dass man mit Gradation 2 vergrößern kann.


      Genau so ist es.
      Ich versuche, meine Negative so zu entwickeln, daß ich mit der Festgradation "Spezial" vergrößern kann. Damit habe ich (fast) alle Möglichkeiten nach oben wie nach unten. Ganz knallharte Negative kann man zur Not ja auch noch etwas vorbelichten, was ich allerdings sehr selten mache.

      Gruß
      Winfried
      Wenn filmen so einfach wäre, dann hieße es RTL
    • Ich war mal mutig und hab die letzten Filme statt 60 Minuten mal 70 Minuten entwickelt. Die Negative sehen etwas "kräftiger" aus, sind aber nicht zu dicht. Die nächste Dunkelkammer Sitzung ist noch nicht geplant, aber ich bin schon gespannt, wie die Abzüge davon aussehen.
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    • Hallo, Christian;

      das ist doch erst einmal ganz gut, dass Du selbst angefangen hast, zu vergrößern. - Hier im Forum tun das aus meiner Sicht bei weitem nicht alle, jedenfalls nicht regelmäßig, sondern entwickeln einen Film und digitalisieren danach.

      Ja, klar, wie Winfried und HEnnning schon sagten; einen Film so belichten und entwickeln, dass Du bei den meisten Aufnahmen mit der Papier-Gradation 2 hinkommst.

      Da würde ich mal zuerst ansetzen und an der Film-Entwickler-Kombination arbeiten! - Rodinal ist lediglich ein universeller Durchschnitts-Entwickler, sifern Du nichts Anderes hast. - Ich entwickle sehr viel in Kodak Microdol, Ilford Perceptol und Ilford ID 11, sowie in Ehtol UFG; allesamt Pulver-Entwickler, die ich regelmäßig als Einmalansatz verwende - zugleich auch Feinkorn-Entwickler.

      Auch wenn hier manche schmunzeln mögen; ich verwende in meinen beiden DURST Vergrößerern, 605 BW und Laborator 138 Ilford Multigrade Filter. Die größeren für den LAborator habe ich mir allerdings in London gekauft. - Ob die Color-Köpfe nur Vorteile haben, kann ich nicht beurteilen.

      Für größere Abzüge nehme ich auch regelmäßig Baryt-Papiere! - M.E. ist Ilford MG Warmtone das derzeit Überragendste, weil es nicht nur einen wunderbaren marmornen Ton hat, sondern auch im Handling viele Vorteile in sich vereint, wie, relativ kurze Belichtungszeiten, schneller und klarer Bildaufbau, keine Schleierbildung bis zu fünf Minuten Entwicklungszeit. - Gut sind aber auch Foma MG Baryt Papier, wie das MG 131 Classic - oder das MG 532 oder 542! - GAnz tolle Papiere!!

      Item: Weg von Rodinal und hin zu einem vernünftigen Stadard-Entwickler, wie Ilford ID 11. - Dann ein paar schöne Motive auf Baryt-Papier im Format von midestens 18x24cm vergrößern, zwei oder drei Kontraste anfertigen - und dann bei Tageslicht beurteilen.


      Du hast ja den entscheidenden ersten SChritt getan; dann wünsche ich Dir ganz viel Spaß beim weiteren Vergrößern!! - Am Ende hast Du ja eigene Echt-Bilder, die ohnehin besser sind, als digitalisierte Massenware-Abzüge.


      Viel Spaß!
      Jan-Peter
    • Hallo Jan-Peter,

      ich fotografier schon seit einiger Zeit nur noch auf Film und mach davon selbst Abzüge. Es gibt nichts schöneres hinsichtlich Fotografien. Nachteilig find ich nur, dass ich zu faul bin, Abzüge oder Negative einzuscannen, um sie hier einzustellen. Das müsst ich mal wirklich ändern.
      Ich hatte mal eine alte Dose Microdol auf dem Flohmarkt ergattert und damit 2-3 Filme entwickelt. Fand die Negative sehr sehr feinkörnig, dafür fehlte etwas an Schärfe. Ich hab auch gerne HC-110 benutzt, der gefällt mir, neben Rodinal, immer noch am besten. Gut fand ich auch Promicrol, aber der wird glaub ich seit Jahren schon nicht mehr so hergestellt, wie es ihn damals gab, aufgrund enthaltener Gefahrstoffe, glaub ich.
      Ich benutze den APX und Rodinal eigentlich aus recht praktischen Gründen. Den Film krieg ich bei DM fast überall und mit Payback Karte sogar noch günstiger als bei irgendwelchen Onlinehändlern. Und Rodinal hab ich seit meinen Anfangszeiten, die jetzt zugegebenermaßen allerhöchstens 10 Jahre zurückliegen, aber immerhin. Ich mag den Look von Rodinal. Vorallem in dieser hohen Verdünnung. Sehr scharf und für meinen Geschmack genau das richtige grobe Korn. Für mich ist das einfach echt und gehört irgendwie dazu.
      Aber du hast schon Recht, ich werd einfach mal immer weiter mit Entwicklern und Filmen rumprobieren. Wobei aber der APX glaub ich erstmal ungeschlagen bleibt.
      Mir gefällt auch der klassische Tri-X sehr gut, allerdings ist der schon um einiges teurer als der APX. Das kriegt man dann als Student besonders zu spüren :)
      Werd gleich mal Abzüge von den länger entwickelten Negativen machen und berichten, bin schon sehr gespannt.
      Ich hab zwar Baryt hier, aber hab mich da noch nicht so richtig rangetraut, da ich erst Abzüge auf PE-Papier beherrschen und steuern können möchte, bevor ich mich an Baryt wage.
      Hab Adox 30x40 Fineprint Papier da und ich glaub sogar wirklich irgendein Foma Papier.
      Ich leg jetzt mal los und bin gespannt, bis später hoffentlich !
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    • Hallo, Christian;

      die Begeisterung für Rodinal kann ich in der Summe seiner Eigenschaften auf alle Fälle verstehen. - Mein Vater hat alles in Rodinal entwickelt. Damals hatte er "DeKo"-Filme und vor allem Agfa Isopan 17 DIN. Beide kamen sehr feinkörnig raus, ich denke, weil die einfach sehr feinkörnig sind.

      Von seinen inzwischen sechzig Jahre alten Negativen habe ich ein paar interessante Abzüge, allerdings auch nur auf billigem PE-Papier von Tura, auch alt und vintage, entwickelt. Da werde ich aber mal ein paar auf Baryt nachholen - und das auf 30x40cm.

      Ende der Siebziger hatte Color-Foto mal einen breiten Vergleichstest mit verschiedenen SW-Filmen in jeweils etwa 10 bis 12 verschiedenen Entwicklern veröffentlich, aus dem man im Wesentlichen zweierlei entnehmen konnte:

      - a) Es gibt weder einen idealen Film allein, noch einen idealen Entwickler für sich allein, sondern es ist regelmäßig die Kombination aus Beiden;

      - b) Die Grundcharakteristik eines Filme kann allerdings nicht völlig aufgehoben werden; d.h. ein "langsamer" Feinkornfilm, wie der Ilford PanF, bleibt selbst in Rodinal feinkörniger, als ein schneller [und nicht ganz optimaler] Orwo NP 27 in Microdol; um ein kantiges Beispiel anzuführen.

      Ilford HP5 Filme habe ich bei 800 ASA belichtet und in Ilford Perceptol 1+3 sehr feinkörnig und scharf ausentwickelt. Darunter waren auch 4x5 sheets, die man problemlos auf 20x24" / 50x60cm vergrößern kann.

      Als Schüler haben wir damals auch wenig Geld gehabt - und oft billiges Papier gekauft; aus jenen Schüler-Tagen ist mir allerdings das Eine oder Andere bis heute geblieben, auch mal billiges, altes Papier, wie das TURA PE-Papier, zu verwenden, aber das eher aus Reminiszenz an jene TAge. - SChöne Aufnahmen vergrößere ich eigentlich seit einigen Jahren regelmäßig auf Ilford MG Warmtone, m.E. das beste PApier, das ich je verarbeitet habe und jeden Cent wert! - Da mache ich wirklich geanue Probestreifen, fast so, wie Udo Pilz empfiehlt, oder eher, wie Thomas Gerber sagt, "Papier-SChnipsel" um den "Ausschuss" so gering wie möglich zu halten. - DAzu kommen natürlich jahrelange Erfahrung und gleichmäßig belichtete und entwickelte FIlme.

      Übrigens hat mir ein Foto-Laden in Selestat [Schlettstadt] im Elsass einen recht neuen APX-Film zu zwei ganz alten geschenkt, weil die SW-Filme nicht mehr zur Entwicklung annehmen - und dieser neuere APX hat mir auch ganz gut gefallen. - Ich die APX FIlme habe ich jeweils in Ethol UFG 1+5 entwickelt; ein anderer Feinkorn-Pulver-Entwickler.

      Nun gibt es aber diesen langen thread, der über Klaus Wehners neuartigen Flüssig-Entwickler geht. Sein Entwickler würde gerade für diese gängigen, bildmäßigen Filme ein sehr feines Korn, ein ausgezeichnete SChärfe und volle Empfindlichkeitsausnutzung in sich vereinen. - Den werde ich die nächsten Tage oder Wochen auf alle Fälle mal ausprobieren!


      Jdenfalls freut es mich immer, mit Leuten zu reden, die auch wirklich selbst vergrößern. - Viel Spaß bei Deinen Vergrößerungen!!

      Nun, bei ist es ja ein altes Familien-Hobby in der dritten Generation, das mein Großvater in den früher Dreißigerjahren mit einer Rollei begründet hatte. Leider gibt es ihm quais keine Negative mehr; nur alle meines Vaters, seit den frühen Fünfziger Jahren.


      Jan-Peter