Mit der Rolleiflex rund um den Grunewaldturm an der Havel

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    • Mit der Rolleiflex rund um den Grunewaldturm an der Havel

      Hallo zusammen.
      Meine Rolleiflex T ist noch nicht lange bei mir und einen der abgelaufenen APX100 (alt) Testfilme habe ich am Grunewaldturm belichtet.
      Schon vorweg, das Zonensystem beherrsche ich nicht und von "FineArt" bin ich meilenweit entfernt. Ich fotografiere analog weil es mir Spaß macht und ich meine auch das ich Schritt für Schritt zu besseren Ergebnissen komme.
      Was mir selber auffällt: Der goldene Schnitt bleibt bei mir meist ausversehen auf der Strecke bei der Gestaltung und die geringere Schärfentiefe beim MF habe ich auch nicht so recht bedacht.... ;)

      Hier die Auswahl von der Tour:

      Stairway to....busstop by Hendrik Gläser, auf Flickr

      Höchstzulässige Belastung by Hendrik Gläser, auf Flickr

      Quadrat-Wurzel by Hendrik Gläser, auf Flickr

      Grunewaldturm by Hendrik Gläser, auf Flickr

      Achja, die technischen Details:
      Rodinal 1+50 13min; Canoscan 9000f MARKII mit 2400dpi 48Bit Farbe; Nachbearbeitung Lightroom
    • Hallo, auch ich finde die Bilder sehr gelungen, könnte mir aber beim Steg und beim Turm einen Beschnitt vorstellen (Himmel bzw. Bäume). Ich finde das Quadratformat immer ein wenig schwieriger zu füllen als das Rechteck. Aber die Rollei ist schon ein besonderes Schätzchen.
      Schöne Grüße
      Egidius
      Es nie zu spät für eine glückliche Kindheit!
    • Hallo Hendrik,

      Deine Bilder wecken bei mir Erinnerungen — an Schulausflüge in den Grunewald (ich war damals Schüler der Paul-Eipper-Grundschule in der Münsterschen Straße in Wilmersdorf), an Wochenend-Familienausflüge an die Havel, an die sogenannte Dreieckslinie, eine Ausflugslinie der BVG, die zum Grunewaldturm und die Havelchaussee entlang fuhr und statt einer Liniennummer ein Dreieck führte, an den märkischen Sandboden und den Sand, der sich unvermeidbar auch in den Schuhen ansammelte und an den Füßen scheuerte, an Kienäppel (für Nicht-Berliner: Kiefernzapfen), die wir als Kinder im Grunewald sammelten und die, nachdem das Spiel mit ihnen irgendwann langweilig geworden war, knackend und knisternd im Schlund des Badeofens oder des Kachelofens (Zentralheizung hatten wir in den 1960er Jahren noch nicht) verschwanden, an das plätschernde Wasser der Havel, das mit leichtem Wellenschlag an das flache Ufer der kleinen Badebuchten, die sich entlang der Havelchaussee hinzogen, schwappte, an die Boote und Ausflugsdampfer, denen wir sehsüchtig nachsahen — wie schön wäre es gewesen, auch dort drauf mitzufahren — , an Butterbrote und Kartoffelsalat mit Würstchen, die unsere Mutter an den (seltenen) Ausflugstagen einpackte und über die wir uns dann, hungrig vom herumtoben im Wasser, hermachten....

      Deine Bilder, die mir auch unter gestalterischen und technischen Aspekten gut gefallen, transportieren also noch viel mehr, als nur das Abbild des Vorgefundenen. Lediglich bei dem dritten Bild (dem Steg) kann ich mich der Auffassung von Egidius anschließen. Allerdings würde ich hier das Bild nicht beschneiden, sondern einfach noch mal hinfahren und den Steg so aufnehmen, daß mehr Vordergrund und weniger Himmel zu sehen ist. Denn das Quadrat hat seinen ganz besonderen Reiz, der durch den Beschnitt verlorengehen würde.

      viele Grüße von einem Berliner im "Exil"

      Dieter
      "Ein besonderes Kennzeichen photographischer Reaktionen besteht auch darin — und es ist vielleicht ganz gut, einmal ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen — , daß man selbst beobachtete oder anderweitig genügend beglaubigte Tatsachen oft bei einer Nachprüfung nach Jahr und Tag nicht wieder bestätigt findet."

      (Dr. Lüppo-Cramer in seinem Buch "Die Grundlagen der photographischen Negativverfahren", Halle (Saale) 1927
    • Ich danke euch für die positiven Kritiken. Wirkt extrem motivierend.
      Ich war ja (jetzt bitte nicht lachen) etwas nervös meine ersten Bilder in der APHOG zu posten. Viele der hier gezeigten Werke lassen mich in Ehrfurcht niederknien. Prinzipiell also Angst vor einem Verriss. Obwohl eigentlich Quatsch….auch negative Kritiken sollten einen ja motivieren. Also einfach weiter machen.
      Das mit dem Beschnitt ist ein guter Punkt, ich habe überlegt, aber dann hat doch die Magie des kompletten 6x6 Formats gesiegt.

      Hier bei dem Bild habe ich 3x4 draus gemacht: (da habt ihr dann auch ein Gesicht zur Person + Nachwuchs)
      IMG_20160829_0012 by Hendrik Gläser, auf Flickr

      @Dieter
      Den Vorschlag mit der Wiederholung am Steg greife ich auf….
      Eine schöne Kindheitsgeschichte. Ich habe übrigens die ersten 21 Jahre meines Lebens in Nettetal gewohnt (Ist dem Schwalmtaler ja nicht ganz unbekannt). Dann 18 Jahre Ruhrpott in verschieden Ecken und seit zwei Jahren in Berlin.

      Lieben Gruß
      Hendrik
    • Hallo Hendrik,

      Zufälle gibt's - aber die Welt ist eben doch ein Dorf. Natürlich ist Nettetal ein Begriff, ich bin häufig dort, und sei es nur, um an den Krickenbecker Seen oder an der Leuther Mühle ein wenig die Seele baumeln zu lassen.

      Ach ja, hatte ich oben vergessen: im Grunewald liegt ja auch das Postfenn - das gleichnamige (ehemaligen) Schullandheim "Am Postfenn" war das Ziel der allerersten Klassenfahrt, ich glaube das war in der 3. oder 4. Klasse....

      Der Meinung von Alex zu Deinem Familienbild kann ich mich aufrichtig anschließen - allerdings ist mir Dein T-Shirt zu sehr ein "schwarzes Loch". Die Haare Deiner Tochter trennen sich nicht von dem Stoff des T-Shirts. Hier ist also bei der Vergrößerung ein wenig abwedeln angesagt, bei der digitalen Bearbeitung im hybriden Workflow würde dieser Stelle ein wenig Aufhellung gut tun. Probiers einfach mal aus.

      viele Grüße aus Deiner alten Heimat
      Dieter
      "Ein besonderes Kennzeichen photographischer Reaktionen besteht auch darin — und es ist vielleicht ganz gut, einmal ausdrücklich darauf aufmerksam zu machen — , daß man selbst beobachtete oder anderweitig genügend beglaubigte Tatsachen oft bei einer Nachprüfung nach Jahr und Tag nicht wieder bestätigt findet."

      (Dr. Lüppo-Cramer in seinem Buch "Die Grundlagen der photographischen Negativverfahren", Halle (Saale) 1927