10 Goldene Regeln: 1. Nimm Deine Kamera überall mit hin

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • 10 Goldene Regeln: 1. Nimm Deine Kamera überall mit hin

      Ich möchte mal die Regeln einzeln durchgehen.
      Beschrieben sind sie hier: lomography.de/about/the-ten-golden-rules

      Die Lomografieregeln sind Regeln, und es gilt: Keine Regel ohne Ausnahme.
      So würde ich meine Kamera nicht beim Schwimmen mitnehmen, denn ich habe keine wasserdichte Kamera.
      Ich mache aber eine weitere Einschränkung: Ich nehme nur eine Kamera fast überall mit hin, und das ist eine kleine Nikon S2.
      Eine analoge Kamera nehme ich meist auch mit. Das hängt davon ab, wo ich hingehe.

      Aber warum sollte man überhaupt eine Kamera mitnehmen, wenn man keine Fototour vorhat?

      Motive sind immer und überall. Das gleiche Motiv ist am anderen Tag anders. Und wenn es nur eine besondere Beleuchtungssituation ist.

      Regel 1 erlaubt, spontan zu sein, sie gibt dem Zufall Raum.

      Wenn ich ein Motiv fühle, kann ich es aufnehmen. Gehe ich erst heim, um eine Kamera zu holen, ist es weg.

      Wieso Digitalkamera? Ich denke, Lomografie ist nicht eine Frage der Technik, sondern eine Methodik.
      Im Sinne der klassischen Lomokameras, die analog sind, verstieße ich gegen Regel 1.

      Ins Bett nehme ich auch gewöhnlich keine Kamera mit. Die stört dort nur.

      Aber: Regel 1 hat dazu geführt, dass ich oft eine Kamera mitnehme.
      Und meist eine analoge. Pouva Start, Lomo Konstruktor, Lomo Konstruktor UFK2.
      Praktica, Boxkameras und andere. Ich muss mit Sammeln aufhören.
    • Bernd_Hutschenreuther schrieb:


      Ich mache aber eine weitere Einschränkung: Ich nehme nur eine Kamera fast überall mit hin, und das ist eine kleine Nikon S2.
      Eine analoge Kamera nehme ich meist auch mit. Das hängt davon ab, wo ich hingehe.

      Eine "kleine" Nikon S2 und die ist nicht analog? Oder eine " 1 S2 " ?


      Diese erste Regel ist die wohl allemeinste und lässt sich mit kompakter KB sicherlich hervorragend umsetzen.
      Zugegeben : damit scheitere ich. Schon mehrere Anläufe hatte ich unternommen (Minolta AF-C, Konica C35 AF, gar mit Rolleicord Vb usw). Irgendwie hatte ich die Kameras zwar stets dabei, aber dennoch ausser Reichweite - weil gerade nicht auf mir. Kommt hinzu, dass ich kaum mehr mit ÖV oder Fahrrad unterwegs bin,mit Auto ist's unterwegs halt oft umständlich.
      Das lomographische "drauflosfotografieren" finde ich zwar sehr reizvoll, doch weil's dann doch nicht so meine Sache ist, hab' ichs dann aufgegeben. Eben auch, weil Kamera immer dabei sein muss.
      Und bei meinen Versuchen hatte ich im Gegenzug dermassen viel Material, dass es mir wörtlich "zu viel des Guten" wurde.
      "Kamera immer dabei" finde ich eine sehr gute Regel - quasi auch die Vorraussetzung lomographischer Fotografie.

      Dass es auch digital geht - warum nicht. Finde sogar, dass so eine Edelkompakte genau das Richtige sein könnte.

      Leider verleihten Smartphones und Plattformen wie Snapchat oder Instagram usw dem "Kamera immer dabei" einen fahlen Nachgeschmack. Da kann Lomo bzw Lomography nichts dafür, frage mich aber ob "Kamera immer dabei" im Zuge dieser misslichen Entwicklung nicht obsolet wurde. Oder verhält sich's umgekehrt - gerade erst recht?
    • Naja. Smartphones werden unterschätzt.
      Ich habe im DSLR-Forum mal erwähnt, dass man damit auch fotografieren kann, das wurde vom Moderator fast sofort gelöscht. Es ging um technische Fotografie. Ich hatte dazu kurz vorher einen Lehrgang mitgemacht. Es war erstaunlich, dass man mit dem Smartphone bei ungünstigen Licht- und Platzverhältnissen zum Teil einfacher bessere Fotos machen könnte als mit einer großen DSLR.
      Ich verwende analog und digital je nach Zweck.

      Es ist eine kleine digitale Coolpix s2.
      Unter anderem dafür geeignet, an der Straßenbahnhaltestelle die Abfahrtszeiten abzufotografieren.
      Sie ist jetzt auch schon ca. 10 Jahre alt.


      Und ich verwende auch zufälliges Equipment..

      mit Boxkamera -- Dresden Budapester Straße by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr

      Hier war die Haltestelle das Stativ.
      Es ist eine farbige SW-Aufnahme bei Nacht.
    • Ich habe eine kompakte AF (fast) immer dabei - in der Jackentasche, im Auto oder in der Tasche.

      Nur gestern nicht - dafür hatte es dann den coolsten Regenbogen, den ich die letzten Jahre gesehen hatte: fette, leuchtende Farben, riesig groß + zum Greifen nach !
      Aber leider ausnahmsweise keine Kamera dabei.
      Das wird mir so schnell nicht wieder passieren.

      Normalerweise habe ich dabei: Olympus AF-1 oder Nikon L35 AF2 oder Olympus RC 35.

      Mit der 1. Goldenen Regel kann ich daher gut leben.

      Viele Grüße
      Dieter
    • Dieter Imbsweiler schrieb:

      Nur gestern nicht - dafür hatte es dann den coolsten Regenbogen, den ich die letzten Jahre gesehen hatte: fette, leuchtende Farben, riesig groß + zum Greifen nach !
      Aber leider ausnahmsweise keine Kamera dabei.
      Das wird mir so schnell nicht wieder passieren.


      Ich hatte bei so einer Situation sogar eine Spiegelreflex dabei-aber nur mit SW-Film. Mein Bruder, der mit auf Tour war, fing prompt an zu summen: "Du hast den Farbfilm vergessen...."
    • Vielen Dank, Bernd;

      dass Du sowohl Unorthodoxes, als auch Allerselbstverständliches ansprichst! - Das macht mir jedenfalls immer wieder Mut, Neues auszuprobieren - und "Altes" wiederzubeleben.

      Ja! - Ich selbst nehme entweder meine kleine, [süße], von Werner Bruer frisch überholte Rollei 35 T überall mit hin, oder meine Contax 137 MA mit einem Soligor Zoom, 28-70mm, die ich sehr, sehr güstig erhalten habe - und wofür mir noch die Belederung fehlt. Von einigen Contax-Modellen scheint sie mir die Robusteste zu sein.

      Dabei lege ich entweder einen Kodak TMax 100 oder einen Ilford FP4 ein, wozu ich meistens mit einem Gelb- oder Gelbgrün-Filter unterwegs bin.


      Viel Spaß Alleb beim "Lomographieren"!

      Jan-Peter
    • Bernd,
      nicht falsch verstehen!
      Meiner Auffassung nach ist gerade die Lomografie ein Stilmittel der analogen Fotografie, die sehr viele Freiheiten ermöglicht und eingefahren Sichtweisen auch mal sprengt, und nicht unbedingt einer fest definierten Ergebniserwartung folgt!
      Deswegen bin ich der Überzeugung, dass es hier keine Regeln Bedarf, und das die von Dir angesprochenen "Regeln" eher eine Beschreibung der Methodik ist für Menschen, die mit analoger Fotografie keine Berührungspunkt (mehr) haben!
      Ich glaube nicht, dass ein erfahrener analoger Fotograf diese "Regeln" nötig hat!
      Und gerade Du, den ich hier als sehr experimentierfreudigen Forenten schätze, wirst doch nicht solche "Regeln" brauchen?!

      Wogegen ich mich verweigere, ist das "dank" dieses Trends man bei unbedarften Menschen wieder viele Vorurteile gegenüber der analogen Fotografie ausräumen muss! Und gegen Menschen die diesen Trend mitmachen, ohne überhaupt zu wissen was sie tun - für diese sind sicher auch die "Regeln" gedacht...