10 Goldene Regeln: 3. Die Lomographie ist nicht Unterbrechung deines Alltags, sondern ein integraler Bestandteil desselben.

    • 10 Goldene Regeln: 3. Die Lomographie ist nicht Unterbrechung deines Alltags, sondern ein integraler Bestandteil desselben.

      Das ist in gewisser Weise eine merkwürdige Regel. Sie erinnert mich an den Stau. Wenn du im Stau stehst, stehst du nicht nur im Stau, sondern du bist Stau.
      Es ist eine "Ermutigungsregel": Fotografiere. Lomografie ragt aus dem Mainstream hervor, indem sie sagt: Kein Motiv ist nicht würdig.

      Aber diese Regel lässt sich nur in einer "schwachen" Form anwenden. Es ist integraler Bestandteil des Alltags - aber nicht immer und überall.
      (Sonst wäre es Gafferei und Papparazzotum.)

      Aber es hat einen weiteren Aspekt: Was ist würdig, fotografiert zu werden? Der Alltag.
      Dinge, die kaum beachtet werden, Dinge der Umgebung. Ein heruntergefallenes Laubblatt wird Motiv, ein Briefkasten, ein Gulliloch, ein Quirl, verwelkte Blumen, leere oder beschmierte Wände.
      Das Auge wird geschärft, du erkennst überall Motive, fotografierst auch, wenn du nicht fotografierst. Das Foto präpariert sich im Unterbewusstsein.

      Am Briefkasten by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr

      Baumscheibe by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr
    • Ich habe für meine Lumix G3 zwei Videoobjektive (mit Adapter. Kriegt man beides günstig aus China) da. Speziell das 1,4/24mm ist sehr petzvalesk bei gleichzeitig starker Lomo-Anmutung. Schade ist, dass man es nicht für filmbasierte KB-Kameras verwenden kann, da das Auflagenmaß sehr kurz ist. An eine 110er Pentax SLR könnte man das dran kriegen. Aber wie ist es dann mit den Filmen, gibt es die denn noch?

      Für die Canon habe ich mir ein Objektiv mit Meniskuslinse und Siebblende gebastelt. Wunderbar bei Gegenlicht. Das geht dann ohne Probleme auch mit Film.
      - - - Jetzt mal im Ernst: Ich heiße Erich! - - -
    • Man könnte eine "Brille" dranbauen. (Negative Dioptrien)
      Was beim Auge geht, sollte an der Kamera auch gehen. Es wird dann aber etwas lomohafter.
      Es ist das Prinzip von Objektiven für Spiegelrelfexobjektive.
      Wieweit Petzvaleffekte bleiben, weiß ich nicht.
      Aber Fernlinsen sind im Fotobereich kaum zu kriegen.
      Ich habe das Ganze schon mal mit meiner eigenen (echten) Gleitsicht-Fernbrille probiert. Solche Test mache ich anfangs immer erst digital.
      Allerdings war die Brennweite nur ca. 5 mm zu kurz, um sie zu erreichen.
      Ziemlich gut beschrieben ist das Prinzip in "Selfmade Lenses" in Flickr, aber Englisch.
    • PS: ich habe auch mit einfachsten Linsen fotografiert und mit vielen Blendenformen, meine Siebblende ist aus einem Ausgusssieb.

      110 Filme gibt es noch, zum Beispiel von Lomography. Sie sind noch bezahlbar. Ich habe aus einem eine Lochkameras gebaut.

      Objektivbau ist tatsächlich bei mir auch integraler Bestandteil geworden.



      Eis by Bernd Hutschenreuther, auf Flickr

      Objektiv aus Vorsatzlinse
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      Nudelblende mit Linse 10 Dioptrien ... Damit habe ich das Eis fotografiert, wenn ich mich richtig erinnere.

      und 110 Lochkamera mit Klebeverschluss

      ps: Ich habe jetzt zwei solche Ausguss-Siebe, die ich gegeneinander verdrehen kann.
      Auch eine Nudelmaßblende verwende ich manchmal. Die kann ich auch zum Kochen verwenden - Teil des Alltags.