Tmax Entwickler ... ein paar Fragen ...

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Tmax Entwickler ... ein paar Fragen ...

      Hallo,

      ich habe in letzter ein wenig mit verschiedenen Film/Entwickler Kombinationen gespielt und einiges ausprobiert ... und viele Fehler gemacht.

      Kürzlich habe ich einen Tmax 400 (Rollfilm) in Tmax Entwickler nach den Angaben lt. Datenblatt entwickelt. Mit dem Ergebnis war ich soweit recht zufrieden.
      Als nächstes möchte ich einen Kodak Tri-X 400 belichten und entwickeln. Diesmal als Kleinbild Film.
      Den Tri-x habe ich schon öfters bei Mittelformat verwendet. Da habe ich mit dem Rodinal ganz brauchbare Ergebnisse geschafft.
      Ich fürchte für der Rodinal ist mir für Kleinbild zu "grob" und deshalb möchte ich auch den Tmax Entwickler probieren.

      Frage 1) - im Datenblatt ist für ASA 400 und ASA 800 die gleiche Zeit angegeben. Das irritiert mich, immerhin eine Blende Unterschied, das kann doch nicht ohne Bedeutung sein ? - Den Tmax Entwickler habe ich in der Verdünnung 1:4 angesetzt.

      Frage 2) - Wie oft kann man den Entwickler in der Gebrauchslösung verwenden - ich habe gelesen nach 4 x sollte man die Gebrauchslösung Entwickler entsorgen und nach jeder Verwendung die Entwicklungszeit verlängern. Um wieviel ? Ein anderes mal habe ich (ich glaube eh in diesem Forum) gelesen, dass erst ab dem zweiten Durchgang der Entwickler richtig arbeitet ? Für jeden Film eine neue Gebrauchslösung anzusetzen halte ich auch wirtschaftlich nicht für sinnvoll, wenn es nicht unbedingt sein muss.

      Frage 3) ich habe gelesen, dass Xtol und Tmax Entwickler ident sein sollen ? Ist das Korrekt ? Lt. Dev Chart werden aber Xtol und Tmax Entwickler ganz unterschiedlich verdünnt und darüberhinaus sind auch die Zeiten dementsprechend anders ?

      Frage 4) Pushen ... bisher habe ich mich nie getraut, aber irgendwann werde ich das auch mal probieren (müssen). Ich habe immer nach der ASA Zahl lt. Filmpackung belichtet. Lt. einigen Berichten ist das aber Pushen ohne Qualitätsverlust möglich. Einige schreiben sogar, dass der Trix bei 1.250 ASA die beste Leistung bringt ? Ob das alles stimmt oder nur subjektive Einschätzungen sind ? Da schliesst sich der Kreis und komme wieder zur Frage 1 - Trix 400 und 800 ASA gleiche Zeit beim Entwickeln.

      Fragen über Fragen ... für ein paar erhellende Infos und Erfahrungen bedanke ich mich schonmal im voraus.

      Fg. Toni.
    • 1) Das gibt Kodak bei TMY und TX für viele Entwickler so an. Funktioniert auch problemlos, du hast dann halt weniger Schattenzeichnung und brauchst dann beim Vergrößern eine etwas härtere Gradation.
      2) Tmax-Entwickler ist ein Einmalentwickler. Eigentlich entwickelt man die Filme in einem Durchgang und verwirft den Entwickler danach. Alles andere ergibt Probleme mit der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse. (Erst einen Silvermax entwickeln und dann einen Fomapan 200 nutzt den Entwickler anders aus als zwei Fomapan 200 hintereinander).
      3) Das stimmt nicht.
      4) TX bringt die besten Bildergebnisse eigentlich eher so bei 250 ASA. Zumindest wenn man Wert auf eine gerade Kurve und gute Schattenzeichnung legt. Ist Geschmackssache, aber ohne Qualitätsverlust ist pushen nie möglich. Du verlierst immer in den Schatten und bekommst stärkeres Korn. Aber TX geht tatsächlich noch recht brauchbar bis 1600, wird dann aber je nach Entwicklung recht körnig und kontrastreich.

    • Ich habe den TMax-Entwickler eine Weile benutzt, habe ihn 1+6 angesetzt und dann weggeschüttet. Xtol ist was anderes, abe Tetenal Ultrafin Plus ist praktisch dasselbe.

      Es sind Phenidon-Entwickler, welche Silber rücklösen. Damit sind es Entwickler hoher Empfindlicheikeitsausnutzung und mit feinem Korn, aber gerniger Schärfe, v.a. gegenüber Rodinal.
    • Toni.Leitner schrieb:

      Frage 2) - Wie oft kann man den Entwickler in der Gebrauchslösung verwenden - ich habe gelesen nach 4 x sollte man die Gebrauchslösung Entwickler entsorgen und nach jeder Verwendung die Entwicklungszeit verlängern. Um wieviel ? Ein anderes mal habe ich (ich glaube eh in diesem Forum) gelesen, dass erst ab dem zweiten Durchgang der Entwickler richtig arbeitet ? Für jeden Film eine neue Gebrauchslösung anzusetzen halte ich auch wirtschaftlich nicht für sinnvoll, wenn es nicht unbedingt sein muss.
      Ich nutze es nicht als Einmalentwickler, bis 4 Filme angegebene Zeiten, danach für die nächste 4 KB Filme +1 minute. Weiter als 8 KB Filme mache ich nicht, so sparsam sollte man nicht sein. :) Es geht aber eigentlich, dann aber 2 Minuten addieren.
      Gruß,
      István

      flickr photostream
    • Uwe Pilz schrieb:

      Ich habe den TMax-Entwickler eine Weile benutzt, habe ihn 1+6 angesetzt und dann weggeschüttet. Xtol ist was anderes, abe Tetenal Ultrafin Plus ist praktisch dasselbe.

      Es sind Phenidon-Entwickler, welche Silber rücklösen. Damit sind es Entwickler hoher Empfindlicheikeitsausnutzung und mit feinem Korn, aber gerniger Schärfe, v.a. gegenüber Rodinal.
      danke ... ja - ich habe nicht mehr genau gewusst welcher, aber dann war es Tetenal Ultrafin. Das mit der Schärfe ist mir auch aufgefallen. Bin auf der Suche nach einem guten Kompromiss.
      D76 habe ich auch schon verwendet - deutlich weniger Korn als bei Rodinal aber die Schärfe ist auch nicht überragend - so mein subjektives Empfinden.
    • Istvan Penzes schrieb:

      Toni.Leitner schrieb:

      Frage 2) - Wie oft kann man den Entwickler in der Gebrauchslösung verwenden - ich habe gelesen nach 4 x sollte man die Gebrauchslösung Entwickler entsorgen und nach jeder Verwendung die Entwicklungszeit verlängern. Um wieviel ? Ein anderes mal habe ich (ich glaube eh in diesem Forum) gelesen, dass erst ab dem zweiten Durchgang der Entwickler richtig arbeitet ? Für jeden Film eine neue Gebrauchslösung anzusetzen halte ich auch wirtschaftlich nicht für sinnvoll, wenn es nicht unbedingt sein muss.
      Ich nutze es nicht als Einmalentwickler, bis 4 Filme angegebene Zeiten, danach für die nächste 4 KB Filme +1 minute. Weiter als 8 KB Filme mache ich nicht, so sparsam sollte man nicht sein. :) Es geht aber eigentlich, dann aber 2 Minuten addieren.
      danke - dann werde ich ihn auch für 4 Filme verwenden und dann wegschütten.
    • Toni.Leitner schrieb:

      Uwe Pilz schrieb:

      > Bin auf der Suche nach einem guten Kompromiss.

      Wehner-Entwickler! Wirklich was besonders.

      Oder Rodinal beherrschen lernen. Viel besser als sein Ruf.
      ja schon ... Tri-X Mittelformat in Rodinal ... damit bin ich recht glücklich, aber Kleinbild kann ich mir - obwohl ich es noch nicht gemacht habe - derzeit noch nicht so recht vorstellen.
      Hast du es schon bei 18°C versucht?
      Das macht viel aus.
      Kleinbildnerische Grüße, Marvin
    • Marvin Mueller schrieb:

      Toni.Leitner schrieb:

      Uwe Pilz schrieb:

      > Bin auf der Suche nach einem guten Kompromiss.

      Wehner-Entwickler! Wirklich was besonders.

      Oder Rodinal beherrschen lernen. Viel besser als sein Ruf.
      ja schon ... Tri-X Mittelformat in Rodinal ... damit bin ich recht glücklich, aber Kleinbild kann ich mir - obwohl ich es noch nicht gemacht habe - derzeit noch nicht so recht vorstellen.
      Hast du es schon bei 18°C versucht?Das macht viel aus.
      18 C habe ich noch nicht probiert - der einhellige Tenor im Forum sagt ja, dass Rodinal in niederen Temperaturen angewendet werden soll (vermutlich wegen Korn ?), aber so einfach erscheint mir das nicht umsetzbar zu sein

      - in meinem Raum wo ich die Filme entwickle habe ich aktuell eine Raumtemperatur von ca. 23 - 24 C ... selbst wenn ich die Lösung auf 18 C herunterkühle, so wird im Laufe der Entwicklung die Temperatur ansteigen und es sollten doch immer annähernd die gleichen Bedingungen beim Filmentwickeln vorhanden sein.
      - Entwicklungszeiten für Rodinal sind meist mit 20 C angegeben - 18 C habe ich nirgendwo gesehen.
    • Toni.Leitner schrieb:

      - in meinem Raum wo ich die Filme entwickle habe ich aktuell eine Raumtemperatur von ca. 23 - 24 C ... selbst wenn ich die Lösung auf 18 C herunterkühle, so wird im Laufe der Entwicklung die Temperatur ansteigen und es sollten doch immer annähernd die gleichen Bedingungen beim Filmentwickeln vorhanden sein.
      - Entwicklungszeiten für Rodinal sind meist mit 20 C angegeben - 18 C habe ich nirgendwo gesehen.
      Das Problem habe ich momentan auch, gestern Abend waren es 30°C. :(
      Nach dem nächsten Gewitter geht es wieder.

      18°C und etwas überbelichten, 250 oder bei weichem Licht auch 320 ASA hilft, dazu ausgleichend entwickeln, das bringt feine Grautöne.
      Zur Entwicklungszeit gibt es in diversen Ilford Entwickler Datenblättern Diagramme, zur Anpassung der Zeiten bei abweichender Temperatur.
      Verlinken kann ich von unterwegs grad nicht gescheit, bin mir aber recht sicher, dass mindestens bei Perceptol und Microphen ein solches Diagramm bei ist.
      Kleinbildnerische Grüße, Marvin
    • Toni.Leitner schrieb:

      für Aquarien gibt es so Heizstäbe, mit denen man Flüssigkeit auf eine gewisse Temperatur erwärmen kann. Gibt es sowas auch zum Kühlen auf eine bestimmte Temperatur - z.b. 18 C ?
      Man könnte es mal mit einem Kühlakku oder Eiswürfeln versuchen, fällt mir spontan ein, erprobt ist das nicht.
      Eine genaue Temperatur einstellen könnte etwas schwieriger sein, aber klappen dürfte das.
      Wenn ich einen Film voll hab, teste ich das mal.
      Kleinbildnerische Grüße, Marvin