Mamiya RB67 mit 6x8 Rückteil 'besser' als mit 6x7

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    • Mamiya RB67 mit 6x8 Rückteil 'besser' als mit 6x7

      Hallo zusammen,

      ich habe in letzter Zeit wieder Gefallen an meiner RB67 S gefunden. Nun mache ich in der Regel Landschaftsaufnahmen im Querformat. Diese vergrößere ich dann im Seitenverhältnis 3:2. Das bedeutet also, dass am Ende so einiges abgeschnitten wird.

      Nun habe ich bei ebay ein 6x8 Motorrückteil gesehen (welches auch auf die ProS passt) und eigentlich müsste dieses Rückteil doch mehr Sinn für meine Aufnahmen machen. Es wird nicht ganz soviel abgeschnitten und am Ende gibt es sogar ein wenig mehr 'Informationen' (oder Bild).

      Ich möchte euch nuneinmal fragen, ob ihr Erfahrungen mit diesem Rückteil gemacht habt und ob ihr denkt, dass der 1cm mehr eine Investition von knapp 200€ rechtfertigt. (Man muss dazu sagen, dass Eines meiner beiden Rückteile sowieso defekt ist..)


      Bin auf eure Antworten gespannt!

      Schöne Grüße,

      Chris
    • Mit sowas hab ich auch schon geliebäugelt, aber ich habe auch gehört, dass es nicht bei allen Objektiven geht. Bei einigen gibt es Probleme mit Vignettierung.

      Motorrückteil klingt auch nach Batterie... Ich hab die RB deshalb so gern, weil sie unabhängig von Batterien ist.

      Das wären so die Bedenken, aber ich teile deine Ansicht, dass man beim Vergrößern immer was wegschneidet - vom Motiv oder vom Papier. 6x7 ist ja auch nur gerade so eben mal rechteckig. Daher finde ich ein 4:3 oder 3:2 Format auch rechteckiger. Aber 3:2 kriegst du auch auf kein Standardpapier.

      Grüße
      Rolf
    • Ich bin da pragmatisch.

      Ich verwende eine RB67 Pro SD, mit der scheint das 6x8-Rückteil einigermaßen vernünftig zu funktionieren. Es ist nicht ganz perfekt, man bekommt nicht immer ein 100% sauber rechteckiges Bild. Aber man bekommt immer deutlich mehr an Breite (oder Höhe, je nach Orientierung des Drehrückteils) als mit dem 6x7-Rückteil. Also verwende ich es einfach. Ein Bild weniger pro Film finde ich nicht so schlimm. Ein bisschen mehr Breite hingegen finde ich oft nützlich. Fast alle Bilder mit der RB67 mache ich daher mit dem 6x8-Rückteil.

      Daß es im Querformat "nicht funzt" kann ich nicht behaupten. Wie gesagt die Ränder sind z.T. nicht ganz perfekt. Ist aber nicht so daß sie katastrophal wären. Deutlich mehr nutzbare Breite als mit 6x7 bekommt man auf jeden Fall. Wer natürlich darauf aus ist, von vornherein perfektes Framing zu betreiben, absolut perfekte Bildränder erwartet und auch vor ganz leichtem Beschnitt seiner Bilder zurückschreckt, dem kann ich das 6x8-Rückteil nicht unbedingt empfehlen. Wer sich hingegen einfach über die zusätzliche Bildfläche freut, und im Prinzip sowieso ein noch "panoramalastigeres" Bildformat bevorzugen würde, für den ist das 6x8-Rückteil eine klare Empfehlung wert.

      Ich sollte vielleicht einfach mal ein paar Bilder "mit Rand" von der Leuchtplatte abfotografieren, um zu zeigen wie das aussieht. In vielen Fällen finde ich die leichte "Inperfektion" an den Rändern kaum wahrnehmbar, auch im Querformat.

      Ja, das Motorrückteil funktioniert mit Batterie. Aber im Notfall kann man auch von Hand weiterspulen, soviel ich weiß. War bis jetzt aber noch nie nötig, die Batterien halten wirklich lang. Ich kann mich gar nicht daran erinnern, wann ich die das letzte mal aufgeladen habe (ich hab' Eneloops drin). Liegt aber vielleicht auch daran, daß ich relativ "langsam" fotografiere. Habe aber trotzdem schon ziemlich viele Filme mit der aktuellen Batterieladung durchgeknipst.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Also Wilfried, das würde mich aber nicht stören, das ist ja winzig. Da gibt es andere Ungleichmäßigkeiten in der Maske, die regelmäßig größer ausfallen, z. B. die beiden Einschnitte oben. Damit könnte ich leben.

      Gibt es dieses Rückteil nur elektrisch, oder gibt es auch ein "normales" mit 6x8? Nur damit ich weiß, wonach ich mal schauen sollte...

      Grüße
      Rolf
    • Hallo Rolf und Chris,

      Ja, ich kann ja auch gut damit leben. :) Es ist nur eine winzig kleine "Inperfektion" die in der Praxis kaum eine Bedeutung hat.

      Der Drehrahmen sowie dieser Hilfsverschluß hinter dem Spiegel müssen allerdings für 6x8 passend sein. Soviel ich weiß ist das bei der Pro SD normalerweise der Fall, bei den früheren Modellen jedoch nicht unbedingt.

      Für mich ist es schon ein gewisser Gewinn, ein etwas größeres Format zu haben.

      Viele Grüße
      Wilfried
    • Hallo,

      das Thema veranlasste mich vor einiger Zeit ebenfalls, mir eine RB67 Pro SD mit 6x8 Motorkassette zu holen. Meine Erfahrungen sind jedenfalls gemischt, da es von vielen Faktoren abhängt.

      Wie Wilfried schon sehr schön erklärt und gezeigt hat, kann (!) es durchaus funktionieren. Auch mit einer umgerüsteten Pro S ist das kein Problem. Doch neben dem verwendeten Objektiv spielt auch der Abbildungsmaßstab bzw die Entfernung eine Rolle.

      Mit dem 3.8/127 mm C Sekor klappt das z. B. nur bei unendlich und Portraitformat ohne Abschattung gut. Bei Querformat ist dann eine leichte Vignettierung zu erkennen. Auf kurzer Distanz (ca 2 bis 3 Meter) fehlen schon ein paar Millimeter am Rand. Bei einigen Objektiven klappts, bei anderen (vorwiegend älteren) wieder nicht.

      Dennoch teile ich Wilfrieds Einstellung, das mir im Zweifel einige Millimeter mehr 'Fleisch' lieber sind, vor allem, da man dann bei den üblichen Papierformaten weniger Verschnitt hat. Ein 6x8 lässt sich eben 'vollformatiger' auf z. B. 30x40 cm vergrößern, als ein 6x7 Negativ.

      Hinzu kommt, das die Motorkassette eine enorme Erleichterung darstellt, da eine Handbewegung wegfällt. Das macht den Workflow beim Shooting etwas angenehmer. Allerdings muss man hier sehr vorsichtig sein. Ab 1/8 Sek Belichtungszeit muss man manuell einen kleinen Schalter an der Motorkassette umstellen, der den Transport etwas länger verzögert. Ansonsten, so ist es mir am Anfang passiert, transportiert die Kassette noch während der Belichtung.

      Soweit mir bekannt, ist für die Pro SD auch kein Umrüsten mehr nötig. Blende und Drehrahmen haben einen leicht größeren Durchlass, als z. B. bei der Pro S. Diese kann man aber mit einem 6x8 Drehrahmen mit passender 6x8 Blende ebenso nachrüsten. Vor kurzem sah ich noch ein solches 'Umrüstkit' beatehend aus Blende und Rahmen bei eBay für unter 100 Euro Sofortkauf. Kaum mehr, als für einen 6x7 Drehrahmen. Die Motorkassetten sind jedoch leider sehr teuer. Bedenkt man, das ich meine Pro SD als new old stock mit Motorkassette 6x8 und C 3.8/127 mm für knapp 300 Euro bekam. Allerdings macht die Motorkassette die RB67 noch mal ordentlich schwerer, auch durch die 4 Stck AA Batterien.

      LG ... Daniel
      Kamera(s) : Contax RTS II / Praktica MTL5B / Mamiya RZ67 Professional II / Mamiya RB67 Pro SD (6x8 cm) / Linhof Kardan Color 9x12 cm
      Labor : Kaiser VCP 9005 / Kaiser VCE 7005 AF / Schneider Componon-S 2.8/50 mm / Rodenstock Apo-Rodagon 4/90 mm / Rodenstock Rodagon 5.6/105 mm / Wallner LMC 100 / Wallner CA 526 LMC

      ... und eine Technics GA-1 für die Musik :D
    • Friedhelm, laut Mamiya gab/gibt es einen Adapter, um auch den RB 6x8 Drehrahmen mit Motorkassette an der RZ zu verwenden. Laut Mamiya sind die Maße der Blende der RZ67 identisch der RB67 Pro SD.

      Ebenso laut Mamiya ist 6x8 auch mehr als 'nettes Goodie' denn als Feature zu verstehen. Man wollte wohl Fuji nicht hinten an stehen :) Man hat deshalb bei der RZ drauf verzichtet bzw nur per Adapter die Möglichkeit der Konvertierung von der RB geboten. Dazu sind die zahlreichen Faktoren für einwandfreies 6x8 Format einfach prinzipbedingt nicht (immer) gegeben, um 'zuverlässig professionell' genutzt zu werden.
      Kamera(s) : Contax RTS II / Praktica MTL5B / Mamiya RZ67 Professional II / Mamiya RB67 Pro SD (6x8 cm) / Linhof Kardan Color 9x12 cm
      Labor : Kaiser VCP 9005 / Kaiser VCE 7005 AF / Schneider Componon-S 2.8/50 mm / Rodenstock Apo-Rodagon 4/90 mm / Rodenstock Rodagon 5.6/105 mm / Wallner LMC 100 / Wallner CA 526 LMC

      ... und eine Technics GA-1 für die Musik :D
    • Das ist ein interessanter Aspekt mit den Objektiven. Ich muß dazu sagen daß ich ausschließlich die "relativ modernen" K/L-Objektive verwende. bei denen scheint das Problem nicht allzu spürbar zu sein. Bei Makroaufnahmen war mir aber auch aufgefallen daß das Bildformat etwas schmaler wurde. Vielleicht sollte ich mal so eine Makroaufnahme heraussuchen.

      Viele Grüße
      Wilfried