Warum werden meine Himmel immer so körnig?

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    • Warum werden meine Himmel immer so körnig?

      Hallo,

      ich entwickle seit Jahren meine SW-KB-Filme selber. In erster Linie wird im Sommer mit dem Agfa APX 100 und im Winter mit dem Kodak Trix 400 geknipst.

      Langsam geht mir etwas auf die Nerven: Die hellen Teile - vor allen Dingen der Himmel - werden fast immer sehr grobkörnig. Der Rest des Fotos passt (siehe Beispiel).

      Früher hatte ich im Sommer gerne den Fuji Neopan 100 (in Rodinal) im Gebrauch. Der machte keine Schwierigkeiten. Allerdings ist mir der Film inzwischen zu teuer geworden. Auch bei meinen mit der Mittelformat-Kamera gemachten Fotos (meistens Trix 400 in Rodinal) habe ich das Problem nicht.

      Den Agfa entwickle ich mit Rodinal, den Trix mit Ilfotec LC29. Gescannt werden die KB-Filme mit einem Plustek-Opicfilm 7600 (Vuescan) und die Mittelformatfilme mit einem Epson Perfection 750 (Silverfast).

      Liegt es am Kippen? Oder vielleicht am Scanner?

      Vielen Dank im voraus für eure Hilfe!

      Gruß, Christoph

      Leica_Foto_Juli_2017_07_neu_klein.jpg
    • Ist das Beispielbild APX 100 oder Tri-X?

      Ich finde das Korn jetzt nicht sooo schlimm, aber schön ist der Himmel auch nicht, wirkt etwas abgerissen in den Tonwerten.

      Scanner können das Korn schon verstärken, je nach Auflösung und Filmkornstärke. Wie es wirkt, kommt auch immer etwas auf die Skalierung am Monitor an. Das Korn ist da schwierig zu beurteilen ohne analogen Vergleichsprint.
    • Beide genannten Filme sind halt körnig. Das muss so. Vor allem in Rodinal. Wenn du nur hybrid verarbeitest, schalte alle schärfenden Massnahmen ab im Scanner und mach das Schärfen in Lightroom oder PS bei starker Maskierung. Also nicht aufs Korn schärfen, sondern nur auf die Kanten. Wenn du in Lightroom beim Betätigen des Maskierungsreglers die "Alt"-Taste gedrückt hältst, siehst du sehr genau, wie stark das Korn geschärft wird. Auch mit Programmen zur Rauschentfernung in Digitalbildern kann man bei etwas Probiererei das Korn in Scans gut vermindern.

      Und dann gibt es natürlich noch Feinstkornentwickler. Und bessere Filme.
      *hypersocial*
    • Das Beispiel ist von einem APX 100 Neu. 10 Minuten in Rodinal.

      Ich habe mal ein 100%-Ausschnitt von einem Agfa APX und Fuji Acros gemacht.

      Vielleicht ist es doch der Scan? Die Scanner Einstellung? Das Agfa APX Foto ist recht aktuell. Das Acros-Beispiel drei Jahre alt … vielleicht habe ich ja was am Scanner verstellt? Oder ist der Acros wirklich so klasse?

      Nachtrag: Hallo Jake.Kukowski,

      die Beispiele sind nicht geschärft. Ich kucke mir mal genauer die Vuescan-Einstellungen an.

      Gruß, Christoph

      Diesen Unterschied meine ich (natürlich stimmen die Situationen überhaupt nicht überein):

      Agfa_APX_100_klein.jpg

      Neopan_Acros_100_klein.jpg
    • Hi Christoph,

      denke es liegt am Scanner und am Film.
      Der Apx sieht bei mir auf dem V600 sehr ähnlich aus.
      Als Vergleich habe ich nur den Delta 100. Der ist viel besser und auch gescant schöner.

      Mache gerade Versuche zu fotografieren (erst mal nur Dia). Das ist dem Epson weit überlegen.
      Werde demnächst mal Negative versuchen.

      Grüße
      Andreas
    • Bitte jetzt nicht falsch verstehen:
      Ich habe schon oft über den Acros geläster weil er so „digital“ daherkommt. Auch scanne ich Kleinbildnegative ausschließlich mit meinen Plustek-Scanner. Den Epson benutze ich nur für Mittelformat. KB-Scans mit den Flachbettscanner werden mir zu flau. Ich hab es schon gerne bis „auf's Korn“ gescannt.

      Ich finde nur gerade die hellen, großen Flächen dann oft zu körnig. Das Acros-Beispiel im vorherigen Beitrag ist auch mit dem Plustek gescannt und mir eigentlich zu „klinisch“.

      Christoph
    • Kauf mal einen Kodak tmax und entwickel den in tmax Entwickler. Dann haste kein Korn

      Alternativ gibt dem Film mal eine Blende mehr Licht

      Und : ich hab ein perfektes Photo bei perfektem Licht mit tmax in Teneriffa gemacht . Kleinbild
      Ein Abzug von ca 50 cm auf Papier problemlos

      Ein Scan mit einem plustek
      Und dann schicken an whitewall : körnig

      Scannen ist halt scannen .
    • Tom Dahmen schrieb:

      Kauf mal einen Kodak tmax und entwickel den in tmax Entwickler. Dann haste kein Korn

      Alternativ gibt dem Film mal eine Blende mehr Licht

      Und : ich hab ein perfektes Photo bei perfektem Licht mit tmax in Teneriffa gemacht . Kleinbild
      Ein Abzug von ca 50 cm auf Papier problemlos

      Ein Scan mit einem plustek
      Und dann schicken an whitewall : körnig

      Scannen ist halt scannen .
      Danke! Ich werde mal den Delta 100 und Tmax 100 ausprobieren.


      Ernst Kluger schrieb:

      Dann verstehe ich nicht, was du eigentlich willst! Der mit Korn ist dir zu körnig und der Acros ohne Korn zu klinisch??
      Genau. Richtig. Freut mich, dass du es auch verstanden hast. ;)

      Jake.Kukowski schrieb:

      Tom Dahmen schrieb:

      Scannen ist halt scannen .
      Es ist leichter, bei einem richtigen Abzug das Korn im Zaum zu halten. Es geht aber auch bei einem Druck vom Scan, wenn man weiss wie. Ein Bekannter hatte hier eine Ausstellung neulich mit kornfreien A2 Drucken. Die Negas waren vor 30 Jahren auf HP5 (ohne plus) entstanden und die Originalabzüge aus der Zeit ziemlich körnig.
      Leider mache ich keine „richtigen Abzüge”. Drucke vom Scan habe ich auch schon machen lassen. Aber nicht von diesen Beispielen. Ausprobieren …

      Christoph
    • Jake.Kukowski schrieb:

      Beide genannten Filme sind halt körnig. Das muss so. Vor allem in Rodinal. Wenn du nur hybrid verarbeitest, schalte alle schärfenden Massnahmen ab im Scanner und mach das Schärfen in Lightroom oder PS bei starker Maskierung. Also nicht aufs Korn schärfen, sondern nur auf die Kanten. Wenn du in Lightroom beim Betätigen des Maskierungsreglers die "Alt"-Taste gedrückt hältst, siehst du sehr genau, wie stark das Korn geschärft wird. Auch mit Programmen zur Rauschentfernung in Digitalbildern kann man bei etwas Probiererei das Korn in Scans gut vermindern.

      Und dann gibt es natürlich noch Feinstkornentwickler. Und bessere Filme.
      ....und das soll hier ein Analogforum sein?
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      Die logarithmische Dichte eines Films
      ist der dekadische Logarithmus des
      reziproken Wertes des Transmissionsgrades

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    • Das Korn ist stärke in Bildteilen, die auf dem Negativ höher gedeckt sind, das ist nun mal der Himmel. Der Vergleich im vierten Beitrag ist nicht sehr nützlich, das das zweite Bild wohl mit Filter aufgenommen wurde und der Himmel im Negativ viel weniger dicht ist.
      Ich habe festgestellt, dass der Himmel besonders bei Scans (samt der zugehörigen Bildverarbeitung und sei es in Scanprogramm selbst) stark betont wird. Das wurde ja hier schon geschrieben.
      Was kann man machen? Am ehesten zumindest den Himmel weniger belichten: Also generell knapp belichten und eher ein wenig Zeichnung in den Schatten aufgeben. Ich rede hier von einer halben oder einer Blende und nicht von Extremmaßnahmen. Einen Grauverlaufsfiilter für den Himmel benutzen, um das Nachbelichten zu vermeiden / zu verringern. Mittelformat benutzen.
    • Es liegt nicht am Scannen an sich, sondern am preisgünstigen Scanner, der in Bereichen hoher Dichten ggf. stärker rauscht als in anderen Bereichen (auch wenn auf der Packung ein dolles dMax draufsteht). Hochwertige Scanner haben das nicht unbedingt bzw. kann man da mit den Dateien auch viel flexibler umgehen, ohne dass es dann zum Beispiel durch verstärktes Rauschen sichtbar wird (so wie bei RAW-Verarbeitung).
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)