Halfway Down the Road

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    • Halfway Down the Road

      Guten Tag liebe Gemeinde!

      Jeder, der meine Profilbeschreibung gelesen hat weiß, wie es um mich beim Forums-eintritt stand. Ich hatte ein paar Kleinbildfilme mit einer FM2 und einer F5 geschossen, entwickeln lassen. Die F5 war bereits ein Zugeständnis zur Materie, denn nach dem ersten rein "analogen Bilderwochenende" hatte mich damals der Wurm sofort gepackt. Und seitdem nicht mehr losgelassen.

      Zum Glück gibt es für so einige Auswucherungen Foren, Der allgemeine Umgangston hier im Forum für Fotoverrückte/-begeisterte hat mich überzeugt und ich habe es alles andere als bereut beizutreten. Mit der Unterstützung von einigen von euch habe ich mich Stück für Stück dem "richtigen" Bild entgegengearbeitet. Dieses möchte ich nun als erstes Ergebnis zeigen.

      Der Thread-Titel passt sowohl zum Bild als auch zu meinem jetzigen Standpunkt. Denn:
      ich kann etwas zeigen, habe allerdings auch gemerkt, das sich das noch sehr viel weiter ausbauen lässt.

      Allgemeine Angaben:

      Aufnahme:

      - 6x6
      - C330 / Sekor S 80mm
      - Ilford FP4 125

      Empfholende Entwicklung(szeit) in 1D11

      Positiv:

      - Durst M605 Colorhead
      - Standart Glossy Ilford PE
      -Ilford Multigrade Entwickler
      - Ilford Hypam Fixierer

      Aus Mangel eines Passepartout-Schneiders habe ich mich auf dickes Papier beschränkt.

      Abfotografiert ohne Glas mit Nikon D7100 / Sigma 18-35 1.8; angepasst in Lightroom an Original




      Ich bitte natürlich um konstruktive Kritik, möchte aber vorab auch schon einige eigene Kritikpunkte äußern.

      Zuallererst: Es ist mir (bei weitem) nicht gelungen, den Bildeindruck des Prints in Lightroom zu simulieren. Der RAhmen ist weißer, der schwarze Rand schwärzer. Im Bild sind die Schatten z.T. dunkler, die Lichter heller, würde ich die Korrektur anwenden gehen allerdings Details verloren, die ich im Print habe. Dieser ist klarer, besser akzentuiert, da sind einfach Welten.

      - Die Ausrichtung der einzelnen Rahmen zueinander ist nicht perfekt, ebenso die Schnittkanten :( und die Ecken gehen auch noch sauberer.
      - Die Mittige Person hätte man evtl. abhalten können und mit einer weicheren Kontrast belichten ??? Sie ist mir zu dunkel, gleichzeitig sind ihr hellen Bereiche auch fast schon Konturlos
      - auf dem Foto ist auch die glänzende Oberfläche zu erkennen, wodurch natürlich auch die Tonwerte ein wenig durcheinandergebracht wurden.



      Der Print gelang zufällig auf Anhieb, Belichtungszeit geschätzt, Graduation 2 1/3, ein weiterer Teststreifen war mir auf jeden Fall zu dunkel.

      Soweit erst einmal, vielen Dank für alles und viel Spaß
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Der Titel bereitete mir etwas Kopfzerbrechen, aber zum Glück gibt es ja Übersetzungsdienste im Netz. Unter den angebotenen Übersetzungen gefiel mir "Halbwegs abgefahren" am besten. Noch cooler als englische Titel hören sich französischsprachige Titel an, die haben so das gewisse je ne sais quoi :D

      An dem Bild gefällt mir nicht, dass ausserhalb der Pergola so viele ablenkende Details auszumachen sind. Ansonsten ein wie für's Quadrat geschaffenes Motiv.
      *hypersocial*
    • Vielen Dank für die Rückmeldungen!

      Norbert Voss schrieb:

      ... Wenn die Konstruktion absolut symmetrisch ausgerichtet ist und die Person aus der Mittelachse nach links oder rechts versetzt steht ist mehr Spannung im Bild ...

      Da stimme ich prinzipiell zu, wüsste jetzt aber spontan nicht, wo die Person besser wäre. Evtl ist auch die Kleidung hier ungeeignet. So wie es ist, bündeln alle Linien in ihr und können so die dunkle Kleidung etwas kompensieren. Zu nahe wollte ich sie auch nicht haben, da sonst die Tiefenwirkung verloren gehen könnte.
      Könnte man mit mehreren Personen Arbeiten, würden sich spannende Arrangements inszenieren lassen. Dennoch danke!


      Jake.Kukowski schrieb:

      ... zum Glück gibt es ja Übersetzungsdienste im Netz ...

      ... An dem Bild gefällt mir nicht, dass ausserhalb der Pergola so viele ablenkende Details auszumachen sind ...

      Die automatischen Untertitel bei YouTube sind z.T. kriminell lustig!

      Das "Problem" mit den Details außerhalb ließe sich durch eine längere Brennweite verbessern. Anderweitig fällt mir gerade keine Möglichkeit ein wie man sie beseitigen könnte.

      Viele Grüße
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Doch, Simon;

      ich meine mal, dass Du uns ein interessantes BIld eingestellt hast, das mal wieder das Quadrat nutzt! - Mit der Übertagung ins digitale MEdium sprichst Du natürlich ein richtiges und unvermeidliches Problem an: Beurteilen kann man eigentlich immer nur "echte Abzüge" auf "echtem Papier", vorzugsweise Baryt-Papier.

      Hier geht das allerdings nicht; da muss man eben scannen - ins DIgitale übertragen - und damit Kompromisse schließen. - Daher: Mir gefällt die Betonung des Quadrats und die Ausgestaltung von Tiefe im Rahmen von Vorder- und Hintergrund.


      Jan-Peter
    • Vielen Dank Jan-Peter, dass du deine Beurteilung begründet hast. Darauf hatte ich gehofft, dass andere Leute scrreiben, wie und(!) warum sie das Bild so und so sehen.

      Ich habe das Bild "live" gesehen, war dort, kenne das Verhältnis zwischen meiner Wahrnehmung der Realität vor Ort mit all seinen Eindrücken, und wie sich das Bild im Sucher dazu verhalten hat. Es ist natürlich wie immer spannend, was dann tatsächlich auf dem Negativ ankommt.
      Dann die erste Digitalisierung für den Überblick über die verschiedenen Negative, es folgt die Entscheidung auf eben dieses Negativ, anschließend die Arbeit im Labor. Der/die Prints werden aufs kritischste in verschiedenen Lichtsituationen beäugt, dann, der Rahmen, im Rahmen der Präsentation. Dies erfordert wiederum die Auseinandersetzung mit dem Motiv und wie es sich in Beziehung mit seiner Umwelt verhält.

      Das dürfte einigen hier bekannt und einleuchtend sein, was möchte ich damit sagen? Ich bin längst meilenweit davon entfernt, einen ersten Eindruck zu gewinnen, eine erste spontane Reaktion. Und dennoch möchte ich, und sicher viele in dieser Situation, genau da wieder hin. Zurück in die Objektivität, was natürlich nicht leicht, oder gar unmöglich ist.

      Es bleibt nichts anders übrig als sich weiterer Instrumente der eher nüchternen Bildanalyse zu widmen, was ja auch ein spannender Prozess ist.

      Wenn man unterwegs noch verschiedene Schlaglichter aus ganz neuen Richtungen bekommt, umso besser!
      Sorry, Lebensweisheiten sind heute aus ?(

      newwaves.de
    • Hi, Simon;

      vielen Dank für Dein "feed-back" - und Dein mail! - Tatsächlich komme ich soeben aus dem Keller und habe wieder 12 Bögen zu je 20x20", 50,5x50,5cm von der 20" x 30 ft-Rolle geschnitten. Das ist Ilford Baryt MG-Warmtone Papier; hier meine vorletzte Rolle, die bis vor vielleicht zwei bis drei Jahren "nur" 80 bis 85 GBP, Pfund Sterling kosteten; heute muss man mindestens vier Rollen zu 138 Pfund nehmen; und da kann man gleich 20x24" 50 Blatt-Paackungen kaufen.

      Und damit schon eine meiner Antworten auf Dein drei Fragen: - Ich habe viele Jahre Agfa Record Rapid in allen Größen verarbeitet; das war schon ganz gut! - Allerdings war das fest-gradiert. - Und ich habe sehr lang an fest-gradierten Papieren festgehalten. - Heute meine ich, gehört das Ilford Baryt Wamrtone MG Papier zu den besten, das ich je belichtet und entwickelt habe - und das ist wirklich jeden Cent wert! - Da stimmt die Kontrast-Abstimmung, TOnwert-Umfang, Lichter und Schatten, das kommt schon nach 30 bis 40 secs. und steht nach 2,5 bis 3 mins; kann aber noch easily bis 5 oder gar 8 mins "gequält" werden, ohne dass es grau wird. - Ein großartiges Papier!

      Ein vergleichbar schönes Papier, einen Hauch "wärmer", ist das Foma MG Baryt 131 Fomatone!

      Der Unterschied zwischen RC, resin coated, und Baryt Papieren liegt m.E. darin, dass die Baryt-Papiere ein deutlich differenzierte TOnwert-Skala aufweisen; außerdem belichtet und entwickelt es sich "leichter"; ein RC / VC Papier muss stets SEHR genau belichtet werden, um nur annähernd mit einem Baryt-ABzug mithalten zu können. Es "kommt" quasi auf "einen Schlag" - und ist so da, wie es ist; da hilft kein Zögern und verlängern. Der Vorteil: Es saugt sich nicht mit Entwickler- und/oder Fixier-Bad voll; d.h. es ist schneler entwickelt und fixiert; die Lösungen bleiben "konstanter"; das ist bei Baryt-Papier anders.

      Morgen werde ich etwa acht bis zwölf große 20x20" Bögen vom Mittelformat, 6x6, entwickeln. Dafür habe ich heute beispielsweise drei Liter Ilford Bromophen angesetzt; nach den acht bis zwölf Bögen bleiben von drei Litern etwa zwei-einviertel bis höchsten zweieinhalb übrig.

      Zur Selen-Tonung kann ich Dir leider nichts sagen, da ich mich quasi bisher noch nicht "ran"-getraut habe, obwohl ich schon seit Kindertagen vergrößere und entwickle, als Fünfjähriger mit meinem Vater in der Küche, Bilder auf Leonard Papier vom Kindergarten, und so etwas. - Mein Vater hatte Schwefel-Toner, hat den aber nur für ganz wenige, größere Abzüge eingesetzt, weil das schon stark gerochen hat.

      Grundsätzlich meine und vertrete ich auch hier: Theorie ist ganz gut für die Grund-Linien; dann aber immer PRaxis, Praxis, Praxis!! - Vergrößern, Vergrößern, Vergrößern!! - Mit jeder Vergrößerung, die Du nachher bei TAgeslicht in Händen hälst, gewinnst Du dazu - und ich natürlich auch immer noch! - Letztens hatte ich vom Plan-Film 4x5" 18 20x24" Abzüge auf Kentmere VC Select Papier vergößert, so sagenhafte Szene aus der Altstadt von Arles; zwei Negative habe ich zweimal vergrößert, eines sogar dreimal, bis "Alles" gestimmt" hat, und gestimmt heißt bei mir etwa 92 bis 98 Prozent; da kann man immer nochmals verbessern!


      Dir ganz viel Spaß!!!!


      Jan-Peter