Erfahrungen mit Agfaphoto CT

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    • Erfahrungen mit Agfaphoto CT

      Moin zusammen!

      Nach rund 30 Jahren (das muss man sich mal auf der Zunge vorstellen, wenn ihr so nett sein wollt... :) ) habe ich mal wieder einen Diafilm belichtet. Zum einen wollte ich eine Kamera ausprobieren, die mir zugelaufen war, und zum anderen hattet ihr mich hier neugierig gemacht, ob ich wohl wieder Spaß an Dias finden würde. Dafür habe ich mir bei dm diesen Agfaphoto CT gekauft und das Wochenende neulich genutzt, wo das Sonnenlicht so kräftig war.

      Viele Aufnahmen hab ich nur zum Testen der Optiken und der Farbwiedergabe des Films gemacht, trotzdem machte es richtig Spaß - und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Der Film ist sehr ordentlich, hat einen deutlichen 80er-Jahre Charme (unsere Tochter hat es in die 70er eingeordnet, was auch nicht ganz verkehrt ist, ich finde es aber etwas übertrieben).

      Mit hellen Blautönen hat er so seine Probleme. An der Wäscheleine hing ein türkis Pullover, der erscheint eher schlüpferblau, und ein hellblauer Plastikeimer erscheint eher grau-blau. Tiefere Blautöne kommen aber sehr korrekt, wärmere Farben etwas knallig, grün sehr satt. Eine blassgrüne Flasche, im Gegenlicht von der Sonne durchschienen, kommt so korrekt und leuchtend, das schafft nur Dia. Wenn man näher rangeht, sieht man ein leichtes Korn. Insgesamt fiel mir auf, dass die Schärfe etwas darunter leidet, dass der Film so stark vergrößert werden muss. In meiner Jugend war ich da nicht so kritisch, und dann später hab ich 6x6-Dias gemacht. Die Kamera hat Kunststofflinsen, das sieht man bei sehr hellen Glanzlichtern am roten Schimmer. Damals hab ich das auf die Filme geschoben, heute sehe ich das anders. Was mich immer noch etwas stört, sind in hellen Bereichen die gleichmäßigen gelblichen Flächen. Das kommt wohl durch die Halogenlampe im Projektor. Der Film ist klar. Damals waren die Filme manchmal selber ein bisschen gelb-rosa, eher in den 70ern, das ist hier nicht der Fall.

      Insgesamt also durchaus gut, jetzt würde mich mal interessieren, wie eure Erfahrungen mit aktuellen Fuji-Filmen sind. Von früher kenne ich nur Kodak und Agfa, Fuji habe ich damals nie gekauft. Der Agfaphoto soll ja ein ehemals Fuji Sensia sein. Würde man größere Unterschiede bei Velvia & Co. sehen?

      Ich hab den übrigens zu Pixelnet (Orwo) geschickt, die rahmen auch gleich, das war mir wegen des Experimentalfaktors wichtig. Außerdem nehmen sie nur ein paar Euro dafür.

      Die Familie war jedenfalls begeistert vom "Effekt" und dem Gefühl, aktuelle Dias gucken zu können. Schade dass die meisten nicht die Geduld haben, ein Motiv länger anzuschauen, aber diese Bilder gaben jetzt auch nicht wirklich so viel her. Ich kannte das aber auch schon von früher: "Ja, nun mach mal weiter!" Und natürlich sind Dias nur zu sehen, wenn man sie gerade anschaut, genauso wie elektronische Bilder am Computer oder Videos. Das ist der Vorteil von Bildern an der Wand: Man kann sie sich jederzeit anschauen, sie hängen immer da.

      Das hab ich jetzt alles nur geschrieben wegen der Frage nach den anderen Filmen oben... ;) Also warte ich mal auf Antworten...

      Grüße
      Rolf

      P.S.: Ich wollte ein paar Beispielbilder mitliefern, aber die haben mir leider die Bilder nicht gescannt, sondern nur eine leere CD mitgeliefert - war aber jetzt auch nicht so schlimm, wir wollen ja Dias gucken.
    • Ich habe zu Fuji keine Erfahrung. Aber mir letztens ein paar seit 16 Jahren (!) abgelaufene Agfa CT 100 Diafilme gekauft.

      Der muss früher sehr gut gewesen und ist es - sofern nicht abgelaufen - sicher auch heute noch: Denn selbst nach dieser langen Zeit waren die Dias beinahe tadellos. Klare Stärken bei Kunstlicht, etwas schwächelnd bei Gegenlicht. Es hat, ich denke mal als Folge des Alters, nicht so eine gute Belichtungstoleranz wie ein Kodakfilm.

      Aber das Flair der Retro-Farben kommt rüber! Ich freue mich, dass die Dias bei Euch so gut ankommen!
      Herzlichst,
      Stefan

    • Rolf Eilert schrieb:

      ... Die Familie war jedenfalls begeistert vom "Effekt" und dem Gefühl, aktuelle Dias gucken zu können. Schade dass die meisten nicht die Geduld haben, ein Motiv länger anzuschauen, aber diese Bilder gaben jetzt auch nicht wirklich so viel her. Ich kannte das aber auch schon von früher: "Ja, nun mach mal weiter!" Und natürlich sind Dias nur zu sehen, wenn man sie gerade anschaut, genauso wie elektronische Bilder am Computer oder Videos. Das ist der Vorteil von Bildern an der Wand: Man kann sie sich jederzeit anschauen, sie hängen immer da. ....
      Diese Zeilen greife ich gerne auf und möchte u.a. auf diesen Thread/Post verweisen.

      Ab dem 11. November wird ein Bestellformular unter SlideLight.net verfügbar sein.

      Gruß Volker
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      Meine Meinung ist objektiv absolut subjektiv und/oder/aber subjektiv absolut objektiv

      und am besten macht es jeder so, wie er denkt und es mit seinem Gewissen vereinbaren kann
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      wer Bilder gucken möchte

    • Sven Mueller schrieb:

      Volker Warbende schrieb:



      Ab dem 11. November wird ein Bestellformular unter www. SildeLight .net verfügbar sein.

      Gruß Volker

      Link führt wegen Buchstabendreher ins Nirvana.
      Sollte, denke ich, Slidelight heißen.

      Grüße

      Danke, ist korrigiert!

      Gruß Volker
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      und am besten macht es jeder so, wie er denkt und es mit seinem Gewissen vereinbaren kann
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      wer Bilder gucken möchte

    • Zu Rolf Ellert:

      Der Vorteil der Bilder an der Wand....
      Das verstehe ich gut. Aber das DIA bzw. der Diafilm ist eben ein sehr vielfältig verwendbares Medium. Ich habe das hervorragend und brillant projizierte transparente Bild auf der Leinwand, sehr großflächig. Und ich habe zusätzlich hervorragende Prints an der Wand!
      Fotografiere ich analog oder digital und will ich Bilder an der Wand zum ständigen Betrachten haben,erfordert es gegenüber Prints vom Dia vergleichbaren eigentlich Aufwand.

      Uwe
    • Jochen Schmitt schrieb:

      Vielleicht sollte der Threadtitel eher "Erfahrungen mit Plastiklinsenkameras und Diaprojektoren mit verranzten Halogenlampen" lauten. Anders ausdgedrückt: Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Retro-Effekt, den du konstatierst, nicht vom Film kommt :)
      Da steckt eine Stiftsockellampe 24 V 150 W drin, verranzt ist vielleicht die Streulinse dahinter, das Objektiv ist bestimmt auch nicht so doll, ist so ein alter Projektor meiner Eltern. Alfo irgendwas AF, aber der Autofokus läuft noch gut. Außerdem hat das Ding fast nur im Schrank gestanden. Und Raucher sind wir auch nicht :)

      Was den Retroeffekt angeht, stimme ich 100 % mit dir überein, aber das hatte ich auch geschrieben: Die Effekte sind eher auf die eingesetzte Technik zurückzuführen, nicht auf den Film. Außerdem waren wir auch nicht unglücklich mit dem Effekt, eher im Gegenteil. Und es war "nur" KB, ich hab jetzt erstmal auf MF verzichtet, aber langfristig würde ich auch gern wieder MF machen, nur zum Quadrat hab ich nicht so großen Bock. Außerdem ist meine beste 6x6 (Rollei SLX) nicht mehr so zuverlässig.

      Zum Projizieren vor Publikum muss ich das aber noch verbessern. Man kann normalerweise den Leuten nicht zumuten, jede daneben gegangene Aufnahme mitzuschauen. Schon in den 80ern hab ich daher eine Auswahl der besten Aufnahmen zusammengestellt und dazu passende Musik abgespielt. Eine Automatisierung mit Impulssteuerung usw. hätte ich immer gern mal probiert, das war mir damals aber zu aufwendig.

      Grüße
      Rolf
    • Ich empfinde den von Fuji hergestellten Agfaphoto CT 100 als recht neutral ohne "besondere Auffälligkeiten" - ein sehr guter, aber auch unspektakulärer Diafilm. Man kann ihn als heutiges Standardmaterial der Diafilm bezeichnen.

      Fuji Velvia Diafilme sind sehr farbintensiv. Es ist die Frage, ob man das auf Dauer mag ... mittlerweile mag ich die intensiven Velvia Farben nicht mehr so sehr und fotografieren wieder mit dem Fuji / Agfa Diafilm. Mittlerweile nehme ich auch wieder einen Skylight Filter dazu.

      Ich habe bisher mit allen erdenklichen Diafilmen von Kodak, Fuji, Agfa, Konica und Scotch fotografiert.

      Der für meinen Geschmack absolut beste Diafilm war der frühere Standard Agfachrome, wie er noch Agfa Leverkusen geliefert wurde. Gerade meine in den 80er und 90er Jahren gemachten Agfachrome Dias, die damals auch noch in Agfa Chemie entwickelt wurden, sind aus heutigen Sicht der absolute Traum und das absolute Gegenteil von digitalen Farben. Ich glaube, dass der Film damals Agfachrome CT100i hieß. Absolut tolle Farben und etwas wärmer zeichnend als andere Diafilme ... daher habe ich den Film auch damals gewählt. Auch der alte Agfachrome CT18 war ein absoluter Traum - gefällt mir fast noch etwas besser.

      Thomas
    • Den Rollei CR200 fand ich gar nicht mal so schlecht als kreatives Material

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      Der Wittnerchrom hatte auch seinen Reiz

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      Mein lieblingsmaterial war der Agfa Chrome RSXII. Sowohl der 50 100 und 200. Ich hab im Juli meine letzte 120er Rolle aufgebraucht. Er war wunderbar warm und erzeugte für die Portraitfotografie sehr schöne Hauttöne.
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      Der Provia 100F war mir anfangs zu scharf und zu kühl für die Portraitfotografie, ich musste mich da erst einschiessen aber dann ging der auch gut. Mit Abendsonne ist der auch ein genialer Portraitfilm

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      Der ist je nach Anwendung wirklich vielseitig

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      "Das dumme an Zitaten aus dem Internet ist, dass man nie weiß, ob sie stimmen" (Leonardo Da Vinci 1442-1519)

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Marwan El-Mozayen ()