Studioleuchte/Fotolampe/Scheinwerfer

    • Studioleuchte/Fotolampe/Scheinwerfer

      Hallo,

      Ich bin gerade auf der Suche nach einem Scheinwerfer bzw. einer Fotolampe zum Ausleuchten im Studio. Nun weiß ich aber überhaupt nicht, was es da so gibt, was gut ist und was Schrott ist.
      Auf ebay findet man ja mit China-Led-Lichter zu Hauf, aber taugen die auch?
      Ich suche eigentlich eine Lampe, die mit Steckdosenstrom funktioniert, gerne natürlich auch zusätzlich mit Akkus. Klappen zum Lichtleiten und ein Dimmer wären auch gut, und natürlich ein Stativgewinde.
      Hat da mal jemand nen Tipp für mich, was ich da nehmen kann, was mir nicht nach vierzehn Tagen sofort wieder auseinanderfällt? Ach ja, sollte für People, Portrait etc. sein, Makro braucht nicht, da habe ich schon ne schöne Kaltlichtquelle.

      Grüße Wolff
    • Hi,

      hier gibts einen Beleuchtungs - Ratgeber mit vielen Bildbeispielen zum Herunterladen:

      arri.com/fileadmin/media/arri.…ighting_Handbook_2016.pdf

      Wenn man da einmal geschaut hat dann wird klar das es mit einer einzigen "Lampe" nicht getan ist.

      Die Frage ist aber auch wie viel Licht es denn sein soll. In einem reinen Fotostudio würde ich normale Blitzanlagen mit Einstellicht benutzen. Die Technik ist bewährt und es gibt alles an Lichtformern dafür. Bekannte Hersteller sind Elinchrom, Bron, Multiblitz , Balcar, Profoto, Hensel usw., die Geräte gibts auch für Akkubetrieb (z.B. Hensel Porty).

      LED - Flächenleuchten aus China sind einfach nur relativ schwache Dauerlicht Flächenleuchten ( im Vergleich zum Studioblitz) mit allen farblichen Nachteilen der LEDs. Daneben gibts auch aus China billige "Tageslicht"- Leuchten mit Softboxen auf Basis von klein - Neonlampen. Allen diesen Leuchten ist gemeinsam das sie sehr, sehr weiches Licht absondern mit dem eine akzentuierte Lichtführung nicht möglich ist. Viele Leute stehen aber auf dieses Weichlicht weil es sehr einfach einzusetzen ist.

      Ich finde das schönste Licht kann man mit Fresnellinsen - Scheinwerfern machen. Deren Licht ist sehr gut formbar und reicht von weich bis sehr akzentuiert. Mit einigen Reflektoren und Fresnellinsen - Scheinwerfern kann man schon sehr viel machen. Bei Scheinwerfern muss man sich entscheiden ob es Kunstlicht sein darf oder Tageslicht sein soll. Tageslichtscheinwerfer sind insgesamt teurer weil sie ein Vorschaltgerät brauchen und auch das sogenannte HMI - Leuchtmittel ist deutlich teurer. Zum Trost gibts aber auch im Vergleich zum Halogenlicht bei HMI viermal mehr Licht pro Watt. Mittlerweile gibt es aber auch vertrauenswürdige LED Fresnels, die aber noch sehr, sehr teuer sind. Die lohnen sich nur wenn man die Stromkosten gegenrechnen kann. Was die Qualität angeht sind die Geräte von Arri wirklich gut und dauerhaft. Ich spreche da aus Erfahrung.

      Gruß Stefan
    • Hi,

      warum denn nicht blitzen? Gerade im Fotostudio haben die Studioblitze ein proportionales Einstellicht. Dadurch ist es für die oder den Fotografierten nicht so gleissend hell und man kommt durch den dann etliche Blenden helleren Blitz auf fürs Fotografiere angenehme Blenden. Dauerlicht hingegen verursacht Hitze und ist fürs Fotomodell schwerer zu ertragen. Ein 1kW Halogen Stufenlinsen Scheinwerfer bringt mit großem Abstrahlwinkel in fünf Metern Abstand bei 100 ISO und 1/125s Belichtungszeit gerade einmal Blende 5,6. Das geht zwar bei KB noch ganz gut, ist aber für größere Formate schon an der Grenze.

      Gruß Stefan
    • Blitzen und analog hat ja leider Grenzen, die ggf. schnell erreicht sind. Ich würde vorschlagen - wenn es unbedingt Scheinwerfer sein sollen - mit den günstigen Dingern von Fotoimpex anzufangen, erstmal ein bisschen damit zu arbeiten und auf Basis dieser Erfahrungen dann upzugraden. Das wäre auch zunächst nicht so teuer.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)
    • Die Grenzen sind da, wo es kompliziert wird. Zum Beispiel, wenn man mehr als eine oder zwei Lichtquellen in einer einfachen Anordnung hat (Modell "VHS-Portraitworkshop für Einsteiger") oder sich nicht auf das Einstelllicht verlassen kann, weil man nicht in einem abgedunkelten Raum arbeitet. Dann braucht man eine Vorschau, und das ging jahrzehntelang auch nur mit Polaroids.
      Wissenschaftlichkeit: Das heißt zu wissen, was man weiß und was man nicht weiß. Unwissenschaftlich ist alles totale Wissen, als ob man im Ganzen Bescheid wüsste. (Karl Jaspers)