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    • >Schließlich hatte ich einen "Schleiertest" gemacht!

      Papier ist viel unempfindlicher, wenn es erst einmal im Entwickler ist.
      Der Schleiertest sollte so durchgeführt werden
      - mit vorbelichtetem Papier ausführen! Am besten so, dass das "unbelichtete" Papier leicht hellgrau wird
      - einen Gegenstand darauflegen und das Papier an die Stelle im Labor legen, wo das Rotlicht am hellsten ist (bei mir ist das über dem Fix)
      - genügend lange warten, so dass normale Verarbeitungszeiten plus genügend Reserve abgedeckt sind. Als Minimum nenne ich mal 5 Minuten

      Es darf dann nichts zu sehen sein, außer dem Einheits-Hellgrau
    • Wenn das ein Entwicklungsfehler wäre, müssten die Flecken von Anfang an zu Sehen gewesen sein. Das wurde aber oben nicht beschrieben. Das Bild hat aber 2 Jahre gehangen, bevor die Flecken zu sehen waren.

      Ob andere PE-Papiere Titanoxid enthalten, weiß ich nicht. Das habe ich nie analysiert. Aber der Versuch, wie ich ihn gestern beschrieben hat, funktioniert mit jeder Emulsion, also auch mit Barytpapier und Filmen. Wichtig ist nur, dass man irgendeine Sauerstoffquelle hat, also z.B. im Versuch Wasserstoffsuperoxid oder eine andere Luftverschmutzung. Bei der Nutzung von Wasserstoffsuperoxid muss man nur nicht so lange warten. Die runden Punkte, die dabei entstehen, sind in der Durchsicht übrigens nicht weiß, sondern bunt. Bei dem Foto oben ist nicht klar, ob es ein SW-Bild oder ein Farbbild ist. Das kann nur Ralf beantworten.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Ich habe mir gerade noch einen alten Film mit Aussilberungen unterm Mikroskop angesehen. Die Flecken entstehen auch im gleichmäßigem Grau, sind optimal rund, im Auflicht hell bis weiß und manchmal bunt und im Durchlicht meist goldgelb. Die Aussilberungen hatten etwa 40 Jahre Zeit zu wachsen.

      Wenn mir jemand verrät, wie man in diesem Forum Fotos hochlädt oder wo eine Anleitung dazu steht, werde ich das gerne nachholen.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Hallo Ralf,

      gucke dir die Flecken nochmal im Durchlicht an. Das Papier sollte durchscheinend genug sein. Wenn das ebenfalls weiß ist, ist meine Vermutung mit der Aussilberung falsch.

      Hast du das Papier zum Schluss mit Sistan, Adostab oder etwas ähnlichem gebadet. Mit Adostab habe ich mir schon mal weiße Flecken auf Bildern erzeugt, als ich das Zeugs noch nicht so gut kannte. Allerdings waren die nicht kreisrund und tauchten beim Trocknen auf.


      Viele Grüße

      Runhild
    • Misteriös ist das ja schon.
      Hab ich das überlesen- sagtest du schon wann/wie du das bemerkt hast? Bzw. kannst du eruieren, wann es entstand? Sofort? erst nach zig Monaten?
      Waren beide Bilder in identischen Rahmen? Könnte es sein, dass es mit der Montage oder hinterlegtem Papier oder so was zu tun hat? Leim? Lösungsmittel? Oder weiss der Kuckuck womit- aber das gar nicht das Poto, bzw. dessen Prozesse damit zu tun hat, sondern dass es durch äussere Einwirkungen irgendwie entstanden ist?
    • Hallo Toni,

      das mit den Punkten ist nach über einem Jahr langsam sichtbar geworden.

      Das andere Foto hat keinerlei Punkte - ist aber genauso, am selben Tag entstanden, genauso gerahmt und nur ca.5 cm entfernt an der Wand gehangen, beide haben keinen Sonnenschein abbekommen.

      Ich glaube es hat mit der Entwicklung zu tun, wie Jochen im Beitrag 13 beschreibt.

      VG

      Ralf
    • Servus Ralf!

      Ralf Kraemer schrieb:

      Hallo Toni,

      das mit den Punkten ist nach über einem Jahr langsam sichtbar geworden.

      Das andere Foto hat keinerlei Punkte - ist aber genauso, am selben Tag entstanden, genauso gerahmt und nur ca.5 cm entfernt an der Wand gehangen, beide haben keinen Sonnenschein abbekommen.

      Ich glaube es hat mit der Entwicklung zu tun, wie Jochen im Beitrag 13 beschreibt.

      VG

      Ralf
      Wie ist es denn gerahmt? Hinter Glas oder nicht? Wenn die weißen Punkte erst nach über einem Jahr und nicht sofort, wie du das Bild aus dem Entwickler gezogen hast, aufgetreten sind, dann kann die Erklärung von Jochen nicht zutreffen, dann wären die unentwickelten Stellen schon immer weiß gewesen.

      Wenn die Rahmung ohne Glas war, dann könnte ja irgend ein äußerer "Einfluss", der halt eines der beiden Bilder verschont hat, die Punkte verursacht haben. Dazu habe ich eine Geschichte, die das illustrieren könnte:

      Lange Zeit hing an der Wand hinter unserem Esstisch eine große Fotocollage mit Bildern meiner Kinder, (selbst) vergrößert vom Farbnegativ auf Farbpapier (möglicherweise noch gar kein RA-4 Material, sondern eines für den alten EP-2 Prozess). Insofern mit deinen SW Silberbildern nicht vergleichbar, ich weiß. Die Bilder waren nicht durch Glas geschützt. Der Esstisch wurde von den Kindern immer wieder auch als Arbeitstisch für ihre Schulhausaufgaben verwendet (ihr eigener in den Kinderzimmern war ihnen wohl zu einsam...) - und dabei ging es nicht immer friedlich zu. Eines dieser heftigen Ereignisse endete mit einem ganzen Geschwader von blauen Tintenspritzern auf den schönen Farbfotos, die ich allerdings erst noch einiger Zeit entdeckte, als sie schon ganz eingetrocknet, aber immer noch königsblau waren. Ihre Entfernung war mir nicht mehr mit vernünftigem Aufwand möglich, also ließ ich sie, wo sie nun einmal waren. Und was soll ich sagen: nach einem Jahr vielleicht waren aus den königsblauen Punkten weiße Punkte geworden, irgendein Bestandteil der Tinte hatte wohl die Farbe völlig weggebleicht bis aufs Papierweiß!

      Was ich sagen will: Hätte ich die Genese dieser weißen Punkte nicht direkt miterlebt, ich wäre vor einem Rätsel gestanden - und ich wäre wohl niemals auf die Idee gekommen, dass die weißen Punkte so entstanden sein könnten, wie sie es tatsächlich waren. Vielleicht ist in deinem Fall auch so etwas Absurdes geschehen.

      Grüße, Karl
    • Eben. Die Frage eines äussern Einflusses stellt sich mir auch. Beispielsweise Resten von Glasreiniger beim Rahmen? Gut auch komisch... Aber wenn beide Bilder aus der gleichen Suppe praktisch nacheinander kommen, würde ich nicht beim Prozess suchen. Wer weiss... vielleicht hat dir der Nachwuchs beim Rahmen zugeschaut und dabei eine Orange geschält... :) die Säure, die Säure...
    • Hallo Karl,
      hallo Toni,

      ich muss euch leider enttäuschen, die Bilder waren hinter Glas gerahmt.
      Die Kinder sind schon groß und sie waren genauso wie die Enkel mit Sicherheit nicht da, denn dann mache ich solche Arbeiten nicht.

      Es bleibt ein Mysterium . . .

      Das Gute an der Sache ist, dass man darüber nachdenkt, den nun leeren Bilderrahmen mit einem anderen Motiv zu füllen.

      VG

      Ralf