Große Papierformate entwickeln

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    • Wolff Erikson schrieb:

      Und wenn die Trommel an den Seiten offen wäre?

      Ich denke das muss ein Versuch zeigen.
      Wenn die Trommel offen ist, also nur ein Hohlzylinder, dann steigt die Menge an benötigter Flüssigkeit erheblich, weil auch der Hohlzylinder gefüllt werden muss. 4 Liter würden dann bei 1m Länge gerade mal einen Füllstand von 3cm bewirken.
      Aufgrund des geringen Flüssigkeitsaustausches vom Inneren des Zylinders nach außen wäre der Großteil des Entwicklers wirkungslos für das Papier. Also kaum mehr als wenn nur der Außenbereich gefüllt ist.
      Ich nehme bisher an, dass der Kühleffekt durch Verdunstung an der feuchten Zylinderfläche von ca. 0,8 Quadratmetern erheblich sein wird. Ob und wie sich das durch Überhöhung der Chemiekalientemperatur kompensieren lässt, steht noch aus.
      Hier mal eine Skizze zur Verdeutlichung beider Varianten.

      Entwicklungsmaschine02..jpg

      Das Umgeben der Wanne mit einem Mantelbad wäre nur ein höherer Aufwand. Der ganze Kasten müsste wasserdicht gebaut werden.
      Die Trommel mit 2 Endscheiben abzudichten, ist wesentlich einfacher.

      Gruß

      Joachim
    • Neu

      Hab mir ein paar Gedanken gemacht:

      Ich würde da nicht mit Kurbel arbeiten, du musst schließlich noch die Hände frei haben, um Chemie nachzufüllen und abzulassen. Ein kleiner Motor sollte das Handling erheblich verbessern. Wenn man gleichmäßige Ergebnisse haben will, muss alles recht zügig gehen. Dann darf das aufgespannte Blatt nicht zu lange an einer Stelle in der Chemie stehen. Also in Ruhe aufspannen, alles im Trockenen, dann Motor anstellen, dann Chemie reinlassen.

      Um die Wärme besser in der Maschine zu halten, könnte man eine Abdeckhaube konstruieren, die man herunterlässt, sobald das Papier aufgespannt ist.

      Vorheizen wäre möglich mit Wasser (Vorwässern), reines Vorheizen ginge nur mit einem Strahler, am besten im Inneren der Trommel, aber dann kommen wir schon wieder in den Freak-Bereich... ;)

      Insgesamt dürfte es schwierig werden, nach einem Arbeitsgang die Chemie möglichst vollständig wieder zu entfernen. Das wird nur mit Zwischenwässerung gehen. Daher müsste man einen entsprechend großen Vorrat an vorgewärmtem Wasser haben, den man dann immer anzapft. Andererseits: In den Jobo-Trommeln bleibt ja auch immer ein Rest, und ich spüle bisher nie nach dem Entwickeln, ich nehme auch kein Stoppbad, weil wenn der Fixierer kaputt geht, ist auch der Entwickler hin. Ich brauche ja auch immer nur ein paar Blatt. Dann lasse ich das Zeug noch stehen, eine Woche ist ok, für den Fall, dass ich nochmal was machen will, aber dann ist auch gut.

      Auf jeden Fall sollte die Trommel so dicht sein, dass sich nicht Reste darin sammeln, sonst müsste man sie andauernd aufmachen und ausputzen, damit später nichts rausläuft.

      Ich würde die Wanne mit einem leichten Gefälle bauen, damit die Suppe schnell abfließen kann. Insgesamt sehe ich hier ein paar Schläuche, Ventile (ähnlich wie beim Filmomat zum Ablassen) usw. Das Gerät braucht daher Platz auf einem Tisch, dann braucht man keine Pumpen, weil das Zeug von oben rein und nach unten rausfließen kann.

      Sowas wollte ich mir auch immer schon mal bauen, allerdings damals für SW. Bei RA4 kommt dann noch die Temperatur dazu.

      Kriegt man RA4 in der Größe von der Rolle?

      Grüße
      Rolf